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„Das Verschwinden“ – das Serienhighlight im Ersten

[Werbung] Wie weit würdest Du gehen, wenn dein Leben plötzlich eine unerwartete Wendung nimmt? Du stark für deine Familie sein musst, zeitgleich aber auch nervlich am Ende bist? Deine Hoffnung nicht schwinden mag, die Zeichen jedoch auf Leere hindeuten?

Diese Frage muss sich eine Mutter aus Forstenau, einer Kleinstadt nahe der tschechischen Grenze, stellen. Denn nach ihrem Geburtstag, verschwindet die zwanzigjährige Janine Grabowski (Elisa Schlott). Während vieles darauf hindeutet, dass sie klammheimlich der Provinz den Rücken kehren wollte, ist ihre Mutter Michelle (Julia Jentsch) überzeugt, dass Janine etwas zugestoßen sein muss. Die Vermisstenanzeige verschwindet allerdings schnell in den Akten der Polizei. Niemand mag an ein Verbrechen glauben, nicht hier.

So ist Michelle gezwungen, sich auf eigene Faust auf die Suche zu machen. Je mehr sie allerdings über ihre Tochter und deren Umfeld in Erfahrung bringt, desto stärker stellt sich ihr die Frage, wie sehr ihr eigenes Verhalten in der Vergangenheit dazu beigetragen hat, ein Netz aus Lügen und Geheimnissen zu spinnen, in dem Janine nicht das einzige Opfer bleibt.

 

Das Verschwinden – das Serienhighlight im Ersten

 

 

„Das Verschwinden“ zeigt deutlich, wie sehr vergangene Tage das Leben eines jungen Menschen prägen können. Janine steht auf eigenen Beinen, hatte bis vor kurzen noch einen Job und kann eine eigene Wohnung ihr eigen nennen. Doch so positiv das auf den ersten Blick auch wirken mag, verbirgt sie zeitgleich auch ein erschreckende Geheimnis.

In den ersten Minuten des Serienhighlights bekommt man intensiv zu spüren, dass das Verhältnis zu Janine und ihrer Mutter Michelle nicht das beste ist. Die Zwanzigjährige belügt ihre Mutter nicht nur, sondern gewährt ihr auch keine Chance sie an ihrem Leben teilhaben zu lassen.

Nach einer intensiven Partynacht verschwindet Janine ganz plötzlich. Ihr Auto wenig später verlassen in einem Acker unweit der Grenze gefunden, doch die Polizei wiegelt ab: Bestimmt würde sie sich alsbald wieder anfinden, sie sei wahrscheinlich bloß in der tschechischen Partyzone versackt, das mit dem Auto sei zwar seltsam, würde sich aber schon irgendwie erklären lassen. Janines Mutter Michelle glaubt kein Wort und lässt sich nicht ruhig stellen. Nachfolgend zieht Michelle an einem winzigen Faden und trennt dadurch das ganze Gewebe auf, das ganze Gespinst aus Lügen und Geheimnissen, Verbotenem und Verdrängtem – bis man am Ende vor der erschütternden Wahrheit steht.

Diese berührt nicht nur, sie macht auch Angst. Denn „Das Verschwinden“ zieht nicht nur simpel den verklärenden Schleier der Biederkeit und des Wohlanständigen beiseite, um einen dahinter liegenden Sumpf des Verbrechens zu beleuchten, sondern zeigt auch, dass das Leben in der Provinz längst nicht mehr nur heile Welt ist.

Das Serienhighlight spiegelt auf fesselnde Art und Weise wieder, wie Drogenhandel und Drogenmissbrauch fungieren. Wie groß die Sprachlosigkeit zwischen Eltern und Kindern sein und der Vertrauensverlust sowie Mangel an Perspektiven ein Leben zugrunde richten kann. Die Aufmerksamkeit gilt demnach vielmehr jenen, die eigentlich nichts Böses im Schilde führen, die aber in unterschiedlichen Zwängen gefangen sind. Die quasi von Ängsten beherrscht und von unerfüllten Hoffnungen geplagt werden. Sie bringen uns eine Gemeinschaft nahe, die mal solidarisch ist und empathisch und dann wieder fragil und jederzeit gefährdet. Sie erzählen vom Dasein der Menschen, jetzt und hier.

 

Im Sumpf des Verbrechens – „Das Verschwinden“ 

 

© ARD Degeto/23/5 Filmproduktion/Yoshi Heimrath (Repros) + Gerald von Foris : Copyrightangabe

Copyrightangabe: © ARD Degeto/23/5 Filmproduktion/Yoshi Heimrath (Repros) + Gerald von Foris

Copyrightangabe: © ARD Degeto/23/5 Filmproduktion/Yoshi Heimrath (Repros) + Gerald von Foris

„Das Verschwinden“ konnte meine Neugierde sofort wecken und mich binnen Sekunden in seinen Bann ziehen. Allein schon die Geschichte spricht mich enorm an, da ich selber jahrelang an der tschechischen Grenze in Bayern gewohnt habe und demnach diesen Wandel und Reiz nachvollziehen kann. Denn Drogen waren auch in meinem Freundeskreis ein großes Thema. Neben der fesselnden Geschichte stellen aber auch die Darsteller eine enorme Bereicherung dar. Eine Ausnahmeproduktion der ARD-Gemeinschaft für Das Erste mit einem hochkarätigen Cast (u. a. Julia Jentsch, Nina Kunzendorf und Sebastian Blomberg ) und vor allem vielen jungen Nachwuchstalenten (u. a. Elisa Schlott, Johanna Ingelfinger und Saskia Rosendahl).

Definitiv mein Serienhighlight des Jahres! Wie die Geschichte letztendlich ausgeht, weiß ich im Übrigen selber noch nicht, da ich bis dato „nur“ die ersten beiden Teile gesehen habe. Wir dürfen also gespannt sein ob Michelle ihre Tochter Janine wiederfindet und welch erschreckende Geheimnisse sie aufdecken wird.

 

„Das Verschwinden“ im TV:

 

Die Ausstrahlung ist jeweils am 22. / 29. / 30. und 31. Oktober um 21.45 Uhr im Ersten und erfolgt zunächst in 4 x 90 Minuten sowie anschließend in 8 x 45 Minuten in den Dritten Programmen.

Außerdem wird es noch drei Gelegenheiten geben, alle acht Folgen der Serie am Stück im Kino anzuschauen, und zwar:

  •  in Berlin am Samstag, 14. Oktober von 11:00 bis 17:30 Uhr im Kino International.
  •  in Hamburg am Sonntag, 15. Oktober von 13:00 bis 20:00 Uhr im Kino Abaton
  •  in Cham am Sonntag, 8. Oktober von 13:00 bis 20:00 Uhr im Kino Cine-World Cham

 

Janine
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4 Comments

  • Reply Natascha Reichert

    Klingt interessant,aber ob ich es schaffe,alle Folgen zu sehen!Ich hoffe,ich kriege wenigstens die erste hin,um herauszufinden,ob es mich“packt“

    10. Oktober 2017 at 18:17
    • Calista
      Reply Calista

      Mich hat es nach wenigen Minuten gepackt und ich bin eigentlich so gar kein TV gucker^^

      10. Oktober 2017 at 18:19
  • Reply Ivonne

    Ich werde sicher einige Taschentücher brauchen. Ich bin da immer ne Heulsuse.

    11. Oktober 2017 at 13:28
    • Calista
      Reply Calista

      Ich heule auch viel…gerade bei solchen Sachen XD

      11. Oktober 2017 at 13:33

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