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Familie & Co.

Ein Sichtschutz für den Balkon – was ist empfehlenswert?

Einst noch wurden sie von Diener gehalten, in Ostasien hingegen, zum Beispiel in Japan, Indonesien oder Birma wurde Papier über die Speichen gespannt  während in anderen Regionen die Menschen sich Schirme aus Stroh flochten, um sich vor der Sonne zu schützen. Der Sonnenschirm ist somit weitaus älter als der Regenschirm und ist auch heute noch wertvoller und treuer Begleiter eines jeden einzelnen.

Erst im Verlauf des 17. Jahrhunderts wurden aus den einst übergroßen Schirmen aus Stroh kleine, in der Hand zu tragende Sonnenschirme entwickelt, die gerade um circa 1915/20 ein unerlässliches Accessoire der Damen bei Aufenthalt im Freien darstellten. Sowohl Größe als auch Farbe des Schirms, die Länge des Stiels und die Anzahl der Speichen wechselten mit der Mode. So wundert es nicht, dass heute fast nur noch große, stehende Schirme (beispielsweise in Straßencafés oder auf Balkonen) vorkommen.

Wie wertvoll ein Sonnenschirm sein kann, habe ich bereits vergangenes Jahr in der Klinik schmerzhaft feststellen müssen. Aufgrund der enthaltenen Wirkstoffe meiner Tabletten, reagiert meine Haut nämlich weitaus intensiver auf die Sonneneinstrahlung, als ich zunächst angenommen habe. Auf einen Sonnenschutz geschweige denn einen Sonnenschirm habe ich bewusst verzichtet ohne mir großartig Gedanken darüber zu machen. Die Folge – ein schmerzhafter und wahrlich nicht schön anzusehender Sonnenbrand, der keinerlei Freude bereiten konnte. Mittlerweile jedoch greife ich bewusster auf passende Pflegeprodukte als auch Gebrauchsgegenstände zurück, die verwendet werden, um vor Sonneneinstrahlungen zu schützen.

Mit der aufkommenden Diskussion bezüglich der schädigenden Wirkung von UV-Strahlen hat die Entwicklung der Sonnenschirme im Übrigen seit circa Mitte der 1980er- Jahre einen neuen Aufschwung genommen. So entwickelte Frei Otto in den 1960er Jahren die Grundlagen für die Entwicklung platzüberspannender wandelbarer Großschirme und baute wenige Jahre später die ersten Schirme mit einem Durchmesser von 19 Metern für die Bundesgartenschau in Köln.

 

Sichtschutz für Balkon oder Terrasse  – Sonnenschirm

 

Zwar hält mein Nachbarschaftsstreit immer noch an, nichtsdestotrotz versuche ich meinen Alltag so angenehm wie möglich zu gestalten. Um den Streitereien zumindest für den Moment die Angriffsfläche zu nehmen, habe ich mich bewusst für einen ansprechenden Sichtschutz entschieden, der nicht nur vor der Sonne schützt sondern auch lästige Blicke Fremder fern hält. Mein Sonnenschirm schützt mich seither mit einem 180 cm Durchmesser, der in einem klassischen und zugleich schlichten Design erscheint und dadurch einen Großteil der Balkonfläche abschirmt. Zusätzlich habe ich einen kleinen Zaun aus Schilf angebracht, der das ganze nebenher unterstützt. Optisch zwar sehr gewöhnungsbedürftig, zumal wir uns unbewusst einschränken mussten, für den Augenblick aber durchaus wirksam und hilfreich. So sind wir nicht nur vor den bösen Blicken seitens der Nachbarn geschützt sondern auch irgendwie unserer ganz persönlichen Wohlfühlzone näher gekommen.

Janine

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3 Comments

  • Reply Julia

    Ich habe das nur am Rande mitbekommen mit dem Streit. Aber halte durch. Auch wenn es schwer ist.

    Dein Sichtschutz gefällt mir. Sieht aus als wenn man im Urlaub ist. Dann noch was leckeres zu Trinken und vielleicht die Füße ins Wasser ( eine Schüssel mit kaltem Wasser) und schon ist das Feeling da. Der Sichtschutz gefällt mir. Sieht nicht so künstlich aus.

    Liebe Grüße
    Julia

    31. Juli 2017 at 19:11
    • Calista
      Reply Calista

      Haha ja stimmt 😀 hat etwas von Urlaub muss ich dir recht geben 😀

      31. Juli 2017 at 19:12
  • Reply Nicole

    Ich finde so ein Schutz an sich gar nicht so verkehrt und es sieht mit etwas Grünpflanzen auch ganz schick aus. Ich mag es ja auch nicht, wenn man bei einem so reinschauen kann. Bin daher froh, dass dies bei uns so nicht der Fall ist. Dennoch weiß man ja nie, wo man hinzieht und da bin ich jetzt schon einmal gut gesichert 😉

    Alles liebe

    31. Juli 2017 at 20:09
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