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Kinderersatz, Muse und Mittelpunkt des Lebens – wenn das Haustier krank wird

Seit nunmehr 7 Jahren bestreite ich meinen Weg nicht mehr alleine. Treu an meiner Seite wacht seither der wohl wundervollste Engel auf Erden – Chaley. Einst noch mauzte er mir zart ins Gesicht und berührte mit seinen kalten Pfötchen sanft mein Haupt, während unzählig viele Freudentränen ihren Weg suchten. Heute hingegen schenkt er mir einen kräftigeren Ton und bringt mich dadurch oftmals wieder auf die richtige Bahn. Ein Leben ohne meine Samtpfote ist seither unvorstellbar und wäre von Schmerz und Qual geprägt. 

Bereits seit unzählig vielen Jahren leben Menschen und Tiere in einer Gemeinschaft, weshalb Tiere schon lange nicht mehr nur als Nutztiere, sondern vor allem auch als Freunde und Begleiter betrachtet werden. Vielleicht ist es genau deswegen kein großes Geheimnis mehr, dass Tiere zu Hause das Wohlbefinden und die Gesundheit des Menschen fördern und uns zudem stets ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Haustiere können dabei in vielfacher Weise positiv auf uns wirken – sei es pädagogisch, psychologisch, therapeutisch oder aber präventiv.

Während unsere Zeit durchaus schmerzfrei und glücklich vonstatten ging, müssen wir nun auf einen sehr steinigen und schwer zu überwindenden Berg blicken, der von Kummer und Angst geprägt sein wird. Trotz unzählig vieler Tierarztbesuche ist noch immer nicht klar, was meinem kleinen Liebling fehlt. Seit Tagen wirkt er verändert- fern und leer. Die Gesundheit zog uns bereits in der Vergangenheit einen Strich durch die Rechnung. So mussten wir eine furchtbare Diagnose wahrnehmen, die sowohl das Leben meines Stubentigers als auch das unsere im Nu veränderte. Unerwartet schnell hat er sich wieder gefasst und dem Leben eine neue Chance gewährt, doch nun ist die Zukunft ungewiss und mein Herz trauriger denn je. An Tagen wie diesen fühlt sich jeder Schritt falsch an. Jedes Wort zu viel ausgesprochen und jeder Blick so fremd. Mir fehlt es an Worten, an Gefühlen und an Freunden, die hinter einem stehen und den Rücken stärken. Dennoch muss ich stark sein und meinem Kater die Pfoten halten. Präsenz zeigen die eigentlich nicht vorhanden ist.

Chaley ist nicht nur mein Kater, er ist mein Kinderersatz, mein Herz und meine Muse. Er ist der Mittelpunkt meines Lebens und ein Freund der nicht wertvoller sein könnte. Ein Leben ohne ihn mag möglich sein aber zu jener Zeit unvorstellbar klingen. Demnach hoffe und bete ich dafür, dass der Kummer vergangener Tage schwindet und wir wieder gemeinsam durch den Alltag schreiten können. Ohne Angst, ohne Schmerz und ohne Sorge um den Morgen.

Janine

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9 Comments

  • Reply Jennifer.Nachtigall

    Wundervolle Worte ❤❤

    11. Juli 2017 at 12:45
  • Reply Svenja

    Es ist, wie du beschrieben hast. Unsere Katze Kat(hrin)ist seit sie 4 Wochen alt ist bei uns. Sie kam von einem Bauernhof zu uns, weil ihre Mama leider gestorben ist.
    Sie gehört zu der Familie dazu.
    Ohne sie , kann ich es mir gar nicht mehr vorstellen.

    Ich drück euch die Daumen

    11. Juli 2017 at 14:50
  • Reply Marion

    Ich fühle mit dir und drücke ganz fest die Daumen das alles wieder gut wird! Meine Dackel Diva ist auch bei uns wie kindersatz und hat immer wieder mal epileptische Anfälle, wir haben diese gut im Griff und aufs minimum reduziert, leider nur nicht ganz 🙁 und kommt so ein Anfall bricht es mir das Herz und ich lasse sie nicht aus den Augen und es schwebt immer die Angst mit 🙁
    Wie gesagt ich fühle mit dir und drücke die Daumen und ivy die Pfoten für deine Fellnase

    11. Juli 2017 at 15:01
  • Reply Eva Marie Behrends

    Unsere Haustiere sind Familienmitglieder,leiden Sie,leiden wir mit.Chaley ist das ein Kater der alles Liebe verdient,weil Er Dir soviel wieder gibt Zuneigung und Wärme.Ich wünsche der Samtpfote das Sie gesund wird,Dir viel Kraft.

    11. Juli 2017 at 16:02
  • Reply Ivonne

    Gute Besserung und alles Gute an Chaley. Ja unsere Tiere gehören zur Familie. Geht es ihnen nicht gut, leiden wir mit 🙁

    11. Juli 2017 at 16:19
  • Reply Astrid Scholz

    Ich habe kein Haustier aus gesundheitlichen Gründen. Aber ich fühle deinen Schmerz. Tut mir wirklich leid für euch beide . LG Astrid das alles gut wird Wünsche ich euch

    11. Juli 2017 at 17:00
  • Reply Lisa

    Wünsche Dir gaaaaanz viel Kraft für die kommende Zeit *fühldichgedrückt

    Euch allen alles Gute & bleibt gesund!!!

    11. Juli 2017 at 20:13
  • Reply Martina

    Ich hoffe, das sich alles zum Guten wendet.

    Kann dich so verstehen, das alles ist meine Jamie (ebenfalls schwarz-weiß) für mich.
    Sie ist da, wenn es mir nicht gut geht und fängt mich auf. Da wird mit den Pfötchen getupst, sich angeschmust und geschnurrt, als ob sie alles Böse vertreiben möchte. Und die bleibt, auch wenn die Tränen in ihr Fell kullern.
    16 Jahre begleitet sie mich nun und ich hoffe es werden doch noch ein paar mehr.

    Sei lieb gedrückt,
    Martina

    15. Juli 2017 at 2:54
  • Reply Marion

    Die kleinen Fellnasen geben uns soviel. Ich drücke Dir und deinem Stubentiger die Daumen.

    29. Juli 2017 at 14:19
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