15 Minuten Weihnachten: So machst Du eine DIY-Weihnachtstüte (Depressionen)

Die Mehrheit freut sich auf Weihnachten, doch einige sehen den Stress in der Familie schon voraus. Für andere hingegen sind die Festtage die Hölle, weil sie niemanden zum Feiern haben. 

Gerade an Feiertagen wie Weihnachten oder Silvester sind viele Menschen nicht nur fröhlich gestimmt, sondern auch traurig. Zwischen Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit und Müdigkeit steht dabei vor allem der Rückzug sowie eine insgesamt gedrückte Stimmungslage im Vordergrund.

So unterschätzen viele die zwischenmenschliche Belastung der Weihnachtszeit. Oft sieht man sich schließlich das ganze Jahr nicht, kommt aber wenigstens an Weihnachten „nach Hause“. Das wird zum Stress eigener Art. Wir erwarten Familienharmonie, Ruhe und Entspannung. Zeitgleich ist dieses zweifellos vergebliche Bemühen, es allen recht machen zu wollen vorhanden. Auch der kaum unterdrückbare Wunsch nach einer Art Weihnachtsglücks-Emfinden der Kindheit ist stets präsent. Das alles stellt eine Überforderung dar, mit der viele Menschen nicht umgehen können.

Weihnachten stellt auch für mein Gemüt eine enorme Belastung dar. Der Trubel schlägt mir dabei jährlich schwer auf die Psyche und sorgt für Tränen unterm Weihnachtsbaum. Natürlich freue ich mich über das Wiedersehen mit meiner Familie. Darüber meine Freunde aus vergangenen Tagen in die Arme schließen zu können und alte Erinnerungen aufblühen zu lassen. Zeitgleich fühle ich mich fremd und einsam. Das Gefühl „zu Hause“ angekommen zu sein ist nicht mehr vorhanden. Vielmehr sehne ich mich nach Stille, Einsamkeit und Zeit für mich.

 

Melancholie an Feiertagen – Depressionen zur Weihnachtszeit

Tatsächlich gibt es zu den Weihnachtstagen eher weniger stationäre Aufnahmen in der Psychiatrie. Dennoch sitzen auch über die Feiertage viele Menschen in den Kliniken und erleben die heilige Nacht anders als gewohnt.

Vor Jahren habe ich genau für diese Menschen mein Weihnachtsgeld ausgegeben und ihnen mit liebevoll gebastelten Kleinigkeiten eine Freude bereitet. So entstanden viele selbstgemachte Weihnachtstüten, die mit einer Vielzahl kleiner Dinge bestückt waren, die Weihnachten auf ihre Weise bereichern. Häufig werden für diese DIY-Geschenke auch Begriffe wie „15 Minuten Weihnachten“ oder „Weihnachten in der Tüte“ gebraucht.

 

So machst DU eine DIY-Weihnachtstüte

15 Minuten Weihnachten in der Tüte – dieses DIY-Geschenk für die Weihnachtszeit ist nicht nur süß und kreativ sondern auch hervorragend für Menschen mit Depressionen geeignet. Es beinhaltet keine überteuerten Geschenke und demnach auch keinen Druck. Vielmehr ist es mit Zeit für sich, Ruhe und Entspannung bestückt. Und genau deshalb ist es auch sinnvoller etwas in diese Richtung zu schenken als etwas Materielles.

Wir brauchen:

Für den Inhalt der Tüte:

  • Teebeutel*
  • Weihnachtssüßigkeiten
  • Kerze, Streichhölzer
  • Duftöl
  • oder was man sonst noch einfüllen möchte

Die Tüte wird zunächst den eigenen Wünschen entsprechend beklebt und dekoriert. Anschließend schreibt man eine Gebrauchsanweisung für den Beschenkten, die etwa so aussehen könnte:

15 Minuten Weihnachten:

Handy ausschalten
Tee kochen
Kerze anzünden
Einkuscheln
Duft wahrnehmen
Tee und Süßes genießen
Entspannen!

Fertig ist die „15 Minuten Weihnachten“ Tüte.

Die DIY Idee kostet kaum Geld, lediglich etwas Zeit und Geduld wird aber ganz gewiss sehr viel Freude bereiten. Menschen mit Depressionen wünschen sich während der Weihnachtszeit stets Ruhe und Zeit für sich. Mit diesem DIY-Geschenk bekommen sie nicht nur ihren Wunsch erfüllt, sondern vor allem auch das Gefühl wichtig und wertvoll zu sein. Im Herzen sind wir schließlich alle gleich!

Janine

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4 Kommentare

  1. Ivonne
    29. Oktober 2018 / 14:34

    Sehr schön geschrieben. Stimmt es kostet wenig Geld,aber die Freude die die Beschenkten dadurch haben ist unbezahlbar. Ich mache Weihnachten auch immer für jedes Kind in der Klasse meines Sohnes eine Tüte mit Süßigkeiten, selbstgebackenen Keksen, Nüsse, Orangen und Stiften,Leim etc.. Die Kinder freuen sich. Es gibt auch viele Kinder,wo die Eltern kein Geld selbst für solche Kleinigkeiten haben und leider gibt es auch Eltern, denen sind die eigenen Kinder egal. :-( Es macht zwar ne Menge Arbeit für 24 Kids. Alleine schon das backen von hunderten Keksen,aber Geben ist seliger denn nehmen.

    • Calista
      Autor
      29. Oktober 2018 / 22:59

      Das klingt ja toll, aber ich kann dich verstehen :D ich habe damals auch für ganz viele Bedürftige aus dem Frauenhaus Kekse gebacken und für die Kinder locker 100 Tüten mit Süßigkeiten etc gepackt :D Das war eine Arbeit aber es hat Spaß gemacht die Gesichter dann so strahlen zu sehen :)

  2. 29. Oktober 2018 / 20:11

    Die Tütchen sind eine tolle Idee, so simpel und die Freude des Beschenkten bestimmt so groß.
    Liebe Grüße, Mona

    • Calista
      Autor
      29. Oktober 2018 / 22:59

      Ja schnell und einfach gemacht aber mit großer Wirkung :)

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