Bauchschmerzen bei Katzen – so kannst du deinem Vierbeiner helfen

Ganz ruhig sitzt er vor mir auf dem Teppich und atmet leise durch die Nase. Seine Schnurrhaare zittern, während die Nerven verrückt spielen. Die Ohren leicht gesenkt guckt er mich an und mauzt mir dabei zärtlich ins Gesicht.

Wenn Katzen Schmerzen haben, versuchen sie zunächst alles, um sich diese nicht anmerken zu lassen. Denn das würde in der Wildnis für Katzen zum Verhängnis werden. Dieser Instinkt erschwert es auch bei Hauskatzen, zu erkennen, wenn ihnen etwas wehtut. Nur wer das Verhalten seiner Katze genau beobachtet, kann erkennen, ob ihr etwas fehlt.

Vor allem Bauchweh ist eine fiese Sache, die auch bei uns Menschen für Unmut sorgt. Chaley hat seit seiner OP vor einiger Zeit immer wieder damit zu kämpfen, auch aktuell wieder. Er lahmt etwas und nimmt immer ständig eine unnormale Körperhaltung ein. Zudem lässt er kaum jemanden an sich ran und reagiert mit typischen Abwehrverhalten. Auch wirkt sein Gesichtsausdruck abwesend, so als würde er mit seinen Augen ins Leere blicken.

Doch was tun?

 

Massage bei Bauchschmerzen

Zuallererst braucht sowohl unser Liebling als auch wir Zeit und Geduld. Bevor wir mit Chaley einen Tierarzt aufsuchen, verwöhnen wir ihn mit einer sanften Bauchmassage. Diese setzt häufig unangenehme Gerüche frei, sorgt zeitgleich aber auch für eine Linderung der Schmerzen. Möchte man seinen Stubentiger massieren, sollte man dies im Übrigen immer sehr sanft und ohne Druck auf den Bauch ausüben. Damit die Massage angenehm ist, sollte die Katze zudem entspannt dabei liegen können und unsere Hände schön warm sein. Wir fangen meist oben am Bauch an und ziehen kleine Kreise mit den Fingern. Dabei massieren wir bewusst von innen nach außen und von oben nach unten. Diese kreisenden Bewegungen vollziehen wir mindestens fünf Minuten lang und streicheln anschließend mit der flachen Hand von oben nach unten über den Bauch. So lassen sich Bauchschmerzen und Blähungen leicht lösen.

 

Schonkost – Bauchschmerzen bei Katzen

Um den Bauch wieder beruhigen zu können, füttern wir unserem Liebling in dieser Zeit ausschließlich kleine Futterportionen. Gerade bei Bauchschmerzen verweigert Chaley jedoch die Futteraufnahme, was aber keineswegs schlimm ist. Hierbei handelt es sich um einen natürlichen Instinkt der Katzen. Deswegen ist die Flüssigkeitsaufnahme auch immer wichtiger, als die Futtermenge.

Geht es Chaley nach dieser liebevollen Behandlung allerdings nicht besser, fahren wir sofort und ohne zu zögern zum Tierarzt. Aufgrund seiner Vorerkrankungen sind Besuche dieser Art mit sehr viel Kummer verbunden, denn immer wieder ist auch die Angst vor dem Verlust stets präsent.

Schon vor einigen Monaten hing sein Leben an einem seidenen Faden. Wie durch ein Wunder hat er überlebt und den Kampf gegen eine fiese Krankheit gewonnen. Doch seitdem ist jede Veränderung seines Wesens wie ein Dorn der mein Herz bedroht. Ich habe Angst ihn ziehen lassen zu müssen, möchte meine Samtpfote aber auch keineswegs quälen.

Oft hilft daher einfach nur beten!

Janine

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