Darum darf ein Kratzbaum keineswegs fehlen

Ein Kratzbaum ist ein meist mit Faserstoffen (z.B. Sisal) verkleidetes, aufrecht stehendes Möbelstück für Katzen, welches zum Wetzen der Krallen dient. Manche höherwertigen Modelle verfügen auch über Elemente aus Naturholz oder Banana-Leaf. Die Funktion eines solchen Kratzbaums besteht im Grunde darin, einer in der Wohnung gehaltenen Katze eine Möglichkeit zur Befriedigung ihres Triebes zugeben. Quasi die Krallen durch Wetzen kurz zu halten, ohne dass hierbei größere Schäden an der Wohnungseinrichtung entstehen. Außerdem bieten Kratzbäume Liegeflächen und Rückzugspunkte, sodass Katzen artgerecht ihre Umgebung aus sicherer Entfernung und von oben überschauen können.

Doch Krallenwetzen und Kratzen sind nicht die einzigen Gründe warum ein Kratzbaum für Katzen so wichtig ist. Denn Katzen sind auch Selbstdarsteller, sie wollen sich durch Klettern, Spielen und Kratzen in Szene setzen.

 

Darum ist der richtige Standort so wichtig

 

Katzen wollen beobachten und am häuslichen Leben ihrer Mitbewohner Teilhaben. So interessieren sie sich nicht nur für andere Katzen und Haustiere sondern vor allem für das Tun und Treiben ihrer menschlichen Bezugspersonen. Während Salome meist mein Arbeitszimmer in Beschlag nimmt und mein Bastelmaterial durchwühlt, setzt Chaley bewusst auf meine Kochkünste. Kein Wunder also, dass in meiner Küche stets ein weicher und zugleich bequemer Hocker für meine Samtpfoten zur Verfügung steht.

Für Katzen stellt mein Alltag quasi ein Unterhaltungsprogramm dar. „Katzenkino“ und das „dabei sein“ am täglichen Leben ist übrigens auch für die psychische Ausgeglichenheit unserer Katzen unverzichtbar.

Aufgrund dieses Wissens haben wir bewusst in jedem (!) Zimmer einen Kratzbaum stehen. Lediglich die Beschaffenheiten eines jeden einzelnen unterscheiden sie voneinander und werden daher auch verschieden genutzt. Salome beispielsweise ist die alleinige „Herrscherin“ des wohl größten Kratzbaums. Er steht im Flur und misst eine Breite von über 2m. Der Deckenhohe Kratzbaum ist seither ihr Reich und stellt somit eine wertvolle Rückzugsmöglichkeit dar.

 

Kratzbaum für Wohnungskatzen

 

Erst Weihnachten haben wir unseren Samtpfoten einen neuen Kratzbaum geschenkt um den gebrauchten und bereits stark beanspruchten Kratzbaum entsorgen zu können. Trotz aller Vorfreude wurde dieser allerdings verschmäht – der alte Kratzbaum ist noch immer die Nummer eins. Gerade sensible Katzen sollte man diesbezüglich nicht vor vollendete Tatsachen stellen. Denn auf die Methode „neuen Kratzbaum hinstellen, alten auf den Müll werfen“ können Katzen durchaus verstört reagieren. Veränderungen im vertrauten Revier mögen unsere Samtpfoten nicht. Sie brauchen Zeit, um sich eben auch an einen neuen Kratzbaum zu gewöhnen.

Aus diesem Grund haben wir entschieden auch den alten Kratzbaum erstmal stehen zu lassen. Chaley nutzt ihn vor allem an „schlechten“ Tagen sehr gerne, weshalb wir ihm diese vertraute Rückzugsmöglichkeit keineswegs nehmen möchten. Früher oder später wird aber auch dieses abgenutzte Ding schwinden müssen.

 

Ganz gleich für welchen Kratzbaum man sich auch entscheiden mag, das Wohlergehen der Katzen sollte stets im Vordergrund stehen. Natürlich hat nicht jeder die Möglichkeit zig Kratzbäume in den heimischen vier Wänden aufzustellen. Dennoch sollte man sich stets bemühen, der geliebten Samtpfote ein tolles Reich zu schaffen. In den kommenden Monaten werden wir euch daher weitere Ideen vorstellen, die weitaus weniger Platz beanspruchen und demnach selbst in kleine Räumlichkeiten passen.

Janine

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