Zwar erfordert der erfolgreiche Weg zur Traumwiese sehr viel Zeit und Geduld, letzten Endes holt man sich mit einer blühenden Wildblumenwiese ein Stück heimischer Natur in den Garten und damit viel Platz und Lebensraum für Insekten. Immer mehr Gartenfreunde entscheiden sich gegen den standardisierten, kurzgeschnittenen Rasen und für die bunte Blumenwiese. Diese sieht nämlich nicht nur gut aus, sondern hat noch eine Vielzahl weiterer Vorteile gegenüber einer normalen Rasenfläche.

Eine Wildblumenwiese ist besonders pflegeleicht und stellt ein deutlich besseres Biotop als einfacher Rasen dar. Besonders seltene Wildbienen, aber auch Schmetterlinge, Hummeln und sogar Igel finden in ihr ein geeignetes zu Hause.

Wir hatten das große Glück, dass in unserem Garten bereits eine mehrjährige Wildblumenwiese angelegt war. Allerhand wunderschöne Wildblumen, unter anderem auch einheimische Blumen, gedeihen auf der Blumenwiese und überzeugen mit ihren optischen Reizen. Fast täglich sorgen neue Blüten für freudestrahlende Blicke und verändern das Gesamtbild. Unsere Blumenwiese trägt damit zur Erhaltung der Artenvielfalt bei.

 

Wildblumenwiese anlegen

 

Eine Wildblumenwiese anzulegen, ist keine große Sache. Hat man erstmal einen Platz für das Insektenparadies gewählt, sollte die Größe der Fläche gemessen werden. Davon hängt schließlich ab, wie viel Saatgut man besorgen muss. Zahlreiche Gärtnereien bieten Saatgut von Wildblumenwiese an, entweder einzeln oder in vorgefertigten Mischungen. Diese werden sehr oft zur Neuanlange von Blumenwiesen verwendet.

TIPP: Das Saatgut sollte aus regional heimischen Pflanzen bestehen, denn was die Biene und der Schmetterling nicht kennen, bestäuben sie nicht.

Nachdem man das Saatgut besorgt hat, bereitet man den Boden vor. Dieser sollte zunächst gründlich gelockert werden , ähnlich wie beim Rasen säen. Der NABU empfiehlt bei einem sehr reichhaltigen Boden in seinem Garten etwas Sand hinzuzufügen. Die meisten Wildblumen lieben mageren Boden. Dazu wird der Sand in den Boden eingearbeitet.

 

Saatgut aufbringen & pflegen

 

Anschließend wird das Saatgut locker auf die Fläche gestreut. Danach mit einem Rechen vorsichtig einarbeiten. Damit die leichten Samen nicht vom Wind verweht werden, greift man im Anschluss auf eine Walze oder ein Brett zurück und festigt alles.

In den nachfolgenden vier bis sechs Wochen sollte die eingesäte Fläche stets feucht gehalten werden.

Ein bis maximal zweimal im Jahr sollte die Wildblumenwiese gemäht werden. Die besten Zeiten dafür sind ab Juli bis August/September, wenn nur ein Mal gemäht wird. Wenn zweimal gestutzt wird, Ende Juni und Ende August. Allerdings sollte nicht alles auf einmal gemäht werden, sondern mit einer Woche Pause. So können die Tiere in der Wiese noch schnell umziehen.

 

Vom Rasen zum Blütenmeer

 

In den kommenden Wochen möchten wir das Wildblumenparadies noch attraktiver für nützliche Insekten machen. Hierfür reicht schon ein aufgetürmter Steinhaufen, auf dem sich Eidechsen im Sommer sonnen können. Auch ein kleines Insektenhotel hilft Nützlingen einen Unterschlupf zu finden.

Janine