Friederike, Fashion Week und Frustration

[Werbung] Lassen wir die vergangenen 48 Stunden mal Revue geschehen. Mit Rekord-Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Stundenkilometern hat Orkan „Friederike“ Deutschland heimgesucht. Zeitgleich fand in der Hauptstadt die Berliner Modewoche statt und mittendrin ich!

Bereits seit mehr als 4 Jahren gehört der Besuch auf der Berlin Fashion Week zu meinem Leben dazu. Diese findet seit 2007 saisonal periodisch rund eine Woche in Berlin statt. Die „Berliner Modewoche“ wird sowohl von etablierten Designerin, Labels und Modehäusern wie Michael Michalsky, Wolfgang Joop, Dorothee Schumacher, Andrea Karg und Hugo Boss, als auch insbesondere von Jungdesignern zur Präsentation ihrer Kollektion genutzt. Viele junge Modeschöpfer „erobern“ von der Hauptstadt aus die Laufstege in aller Welt beziehungsweise zeigen ihre Mode regelmäßig dort.

Aufgrund von Krankheit (verschleppte Grippe und Magenvirus) ging es für mich heuer lediglich auf die Fashionshow der deutschen Modedesignern Anja Gockel sowie auf die alljährlich stattfindende Hashmag Blogger Lounge.

 

Mit Catherine Nails bei Anja Gockel im Hotel Adlon Kempinski

Vergangenen Dienstag zog es mich in eines der luxuriösesten und bekanntesten Hotels in Deutschland, denn das Hotel Adlon Kempinski war Schauplatz einer ganz besonderen Modenschau der Designerin Anja Gockel. Die neue Kollektion (Herbst/Winter 2018) stand unter dem Motto „Phenomenal Woman“ und begeisterte mit einer Vielzahl eleganter Looks begleitet von leichten Stoffen, weiten Hosen und kurzen Wollblazern. Doch auch bodenlange Abendkleider mit floralen Mustern zogen magisch an.

Hübsche Models präsentierten verspielte Elemente, begeisterten mit einer wunderschönen Tanzperformance und zauberten selbst dem größten Kritiker ein zufriedenes Lächeln auf die Lippen.

 

Es wird also bunt, zumindest wenn es nach Anja Gockel geht.

 

Die Inszenierung war einfach „phänomenal“ und lies für einen Moment den Trubel um mich herum vergessen. Immerhin waren eine Menge prominenter Persönlichkeiten wie Barbara Engel (früher Barbara Herzsprung) und Maximilian Seitz (Modeblogger) keine 2 Meter entfernt gestanden.

Dennoch konnte ich den Abend nicht wirklich genießen, denn eigentlich war ich als Backstagereporter geladen um sowohl die Models als auch die Vorbereitungen hinter den Kulissen festzuhalten. Leider wurde ich vorab nicht ordentlich informiert, oder um es in meiner Sprache zu sagen „vergessen“. Passiert? Passiert!

 

Hashmag Blogger Lounge „Parisian Chic“ 2018

Wenige Stunden später ging es auf die Hashmag Blogger Lounge, die heuer unter dem Motto „Parisian Chic“ stand. Zwischen Beauty-Treatments, ausgefallenen DIY-Aktionen, Food und Drinks begeisterte dort vor allem auch die wahrlich beeindruckende Location in der zentral gelegenen Berliner Freiheit.

Viele tolle Brands wie ONYGO, Daytox, Revlon, Nina von C./ Like it sowie Blissker, Bijou Brigitte und Extenssa versorgten uns Teilnehmer mit den neuesten Trends während Jive, Hello Fresh, EnerBIO und Natsu Food für das leibliche Wohl sorgten.

Definitiv auch in diesem Jahr wieder ein MUSS für Fashion Week-Besucher, dass mich allerdings trotz aller Begeisterung auch etwas traurig gestimmt hat. Denn inmitten spannender Happenings fühlte ich mich erstmals etwas unwohl. Schuld daran waren die Klamotten-Größen, die von XS bis gerade einmal L (42) reichten. Für ein kurviges Mädel wie mich ein Schlag ins Gesicht, da viele der Goodies und Aktionen nicht für mich geeignet waren. So konnte ich zwar ein tolles T-Shirt von Blissker meinen Wünschen entsprechend mit einem reflektierenden Print bedrucken lassen, tragen kann ich es allerdings nicht.

Ähnlich verhält es sich mit den „Goodies“ die an den einzelnen Ständen erhältlich waren. Mit ansprechender Abendwäsche begeisterten beispielsweise Nina von C. und Like it – alles jedoch lediglich bis Größe L (42). Auf Nachfrage gab es ein irritiertes Schluchzen und eine enttäuschende Reaktion: „Nein, große Größen sind weder im Sortiment erhältlich noch geplant.“

Mit gekünstelten Lächeln auf den Lippen zog ich mich schließlich zurück und kaute nachdenklich an einem Wrap herum.

 

Friederike, Fashion Week und Frustration

Tja, manchmal ist es nicht leicht mit ein paar Kilos mehr auf den Rippen – schon gar nicht auf der Fashion Week. Dennoch liebe ich die „Berliner Modewoche“ und möchte sie keineswegs mehr missen. Zwischen modischen Neuheiten, ungewöhnlichen Accessoires und einigen berühmten Persönlichkeiten kann die Fashion Week immerhin auch ein Sprungbrett nach oben sein und neue Türen öffnen.

Janine

*Danke Catherine Nails, Anja Gockel und Hashmag für die Einladungen!

11 Kommentare

  1. Natascha Reichert
    19. Januar 2018 / 13:11

    Wirklich sehr sehr SCHADE,dass die größeren Größen ( obwohl 44,46 noch lange keine davon sind) Mal wieder vergessen worden sind

    • Calista
      Autor
      19. Januar 2018 / 13:11

      Ja, meine Enttäuschung diesbezüglich habe ich vor Ort auch mehrmals bekundet. Aber ich glaube daran muss man sich gewöhnen^^

  2. Ivonne
    19. Januar 2018 / 14:13

    Danke für deinen tollen Bericht und die schönen Fotos. So hat man doch einen kleinen Einblick. Ja die Modewelt hat ihre eigenen Maße und als Frau mit Rundungen wird man oft belächelt und nicht ernst genommen.

    • Calista
      Autor
      19. Januar 2018 / 15:02

      Schade eigentlich, Curvy startet doch immer mehr durch

  3. Käthi H.
    19. Januar 2018 / 15:56

    Is so, nicht überall ist „Masse auch Klasse“
    da müssen wir wohl mit leben.

  4. Martina Müller
    19. Januar 2018 / 18:13

    Schon seltsam, auf der einen Seite einen auf curvy Modells machen und da wieder nur für uncurys Sachen haben, sehr traurig die Modebranche. LG Tina

    • Calista
      Autor
      19. Januar 2018 / 18:15

      Da hast du recht, ich hoffe das bessert sich in naher Zukunft noch :)

  5. Ursel Barth
    20. Januar 2018 / 14:37

    Ist eben „dumm gelaufen“, wenn man nicht in die Mode „von der Stange“ passt, erlebe ich auch immer wieder :O Auch wenn so 180 cm Gardemaß bei den Modells gefragt ist, aber mit sonst „normalen“ Maßen habe ich größtenteils keine Chancen. Arme und Beine sind immer zu kurz, bodenlange Röcke und Kleider: Fehlanzeige. Sicherlich ein Luxusproblem, aber trotzdem frustrierend. Nur Jeans gibt es in entsprechenden Größen („L 34“). Hosen in großen Kindergrößen (182 u.ä.) kann auch passen. Und vor 40 Jahren hatte ich mit Schuhgröße 40 auch schon Probleme. Das ist ja viel besser geworden (danke, Heidi, für deine 41 :* ). Obenrum ist dann endgültig Feierabend. Lange Arme und Rundungen: Nö, gibt es nicht (auch nicht in der Kinderabteilung ;) )
    Aber erst einmal schön, dass Deine Gesundheit den Besuch bei der Fashion Week zugelassen hat (Y) Nimm jedes Quentchen Spaß mit ;)

    • Calista
      Autor
      20. Januar 2018 / 15:06

      Schade eigentlich :D hoffen wir mal das es sich künftig bessern wird :D

  6. sonja schuster
    20. Januar 2018 / 18:39

    danke Janine für deinen tollen Fotos ich hoffe du konntest trotz angeschlagener Gesundheit alles geniessen ja wir Rubensfrauen haben es nicht leicht mir gehts auch noch schlechter zumal ich nur noch eine Brust habe dadurch sitzt nichts es gibt kaum schöne unterwäsche . Solche Events wären ein Traum zu erleben aber ich glaube meine schwere Erkrankung würde mir immer wieder daran hindern. Auch meine Panikerkrankung ist ja ein Grund solche Menschenansammlungen zu meiden.So geniesse ich hier deine Berichte. Für mich ist es eine kleine Reise mit dir freue mich weiter bei dir es mit zu erleben du bist ein Fenster nach dort .danke liebes.

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