Harnsteine bei Katzen – Was tun bei Struvit?

Nicht selten erkranken unsere Samtpfötchen an Erkrankungen der ableitenden Harnwege. Ob Harnsteine bei Katzen, Harngries, Kristalle, Oxilatsteine und Struvit – bei Katzen entstehen in der Regel Krankheiten dieser Art aufgrund einer falschen Katzenfütterung. Schuld daran sind zu viele künstliche Mineralstoffe und Spurenelemente.

Es gibt verschiedene Arten von Harnsteinerkrankungen. So werden beispielsweise besonders häufig Struvit- und Oxalatkristalle gefunden. Andere Arten von Harnsteinen bei Katzen sind Calciumphosphat-Steine, Urate und Cystin.

 

Behandlung im Akutfall – Chaley in der Tierklinik

 

Vor knapp 2 Jahren erkrankte mein Kater Chaley an einer solchen furchtbaren Krankheit. Zunächst dachte niemand an Harnsteine, eine schmerzhafte Blasenentzündung stand anfänglich im Raum.  Zig Medikamente und Behandlungen folgten bis schließlich ein Besuch in der Tierklinik folgte. Unzählig viele Kabel zierten seinen Körper und raubten mir zeitgleich das Lächeln auf den Lippen. Die Tränen kullerten auf den kühlen Boden während Chaley sanft auf dem Tisch des Arztes einschlief. Zu diesem Zeitpunkt musste ich für unbestimmte Zeit Abschied nehmen und ihn alleine zurück lassen.

Nach schlaflosen Nächten und tränenreichen Stunden konnten wir ihn nach längerer Zeit wieder abholen.

Manchmal werden Harnsteine aus der Blase in die Harnröhre geschwemmt. Vor allem bei männlichen Tieren besteht dann das Risiko, dass die Harnröhre verstopft und kein Urin mehr abgesetzt werden kann. Diese Komplikation ist lebensbedrohlich, denn die Abfallstoffe führen zu einer Harnvergiftung. Diese werden normalerweise mit dem Urin ausgeschieden. Bei Chaley staute sich zudem der Urin in der Blase.

Der Tierarzt musste ihn daher sofort in Narkose legen und versuchen die Blockade der Harnröhre durch die Harnsteine zu beseitigen. Mithilfe eines Urinkatheters wurden die Harnsteine anschließend in die Blase zurückgespült.

 

Harnsteine bei Katzen – Was tun bei Struvit?

 

Nach der Notoperation schien es mit Chaley bergauf zu gehen. Zwar mussten wir sein Futter komplett auf sogenanntes Diätfutter umstellen, doch der Anfang war damit getan. Bis jetzt!

Vor wenigen Tagen dann der Schock: Chaley konnte schon wieder keinen Urin absetzen. Zudem kotzte er ununterbrochen (teils auch Blut), schrie vor Schmerzen und nahm enorm an Gewicht ab.

Ohne zu zögern kontaktierten wir unsere Tierärztin und fuhren noch am selben Tag hin. Vor Ort musste er einen Ultraschall über sich ergehen lassen. Desweiteren wurde Urin aus der Blase entnommen. Eine schmerzhafte Anwendung die selbst mir Tränen auf die Wangen trieb.

 

„Struvit-steine entstehen bei einem pH-Wert des Urins von über 7,0. Bei einem Wert von unter 6,5 lösen sie sich auf.“

 

 

 

Obwohl Chaley seit geraumer Zeit ausschließlich das Spezialfutter bekam sowie Tabletten die seinen pH-Wert (aktuell bei 7,0) senken sollten, schlug nichts davon an.

Wie es nun weiter geht steht aktuell in den Sternen, doch die Hoffnung in unseren Herzen ist stärker denn je.

 

Vorbeugende Maßnahmen

 

Auch wenn wir aktuell mit dem Leben meines Lieblings ringen und nicht wissen wie es weitergeht, möchten wir doch ein paar vorbeugende Maßnahmen mit euch teilen. Zusammenfassend können diese Punkte helfen, um das Harnstein-Risiko zu minimieren:

  • kein Trockenfutter füttern
  • Die Katze durch verschiedene Wasserquellen zum Trinken verleiten (bspw Trinkbrunnen)
  • Stress vermeiden/abstellen
  • Katzentoilette regelmäßig reinigen
  • vorsorglich keine Diätfuttermittel oder Medikamente zur Behandlung von Harnsteinen geben
  • getreidefreies Nassfutter verfüttern

 

Ein Update folgt in Kürze.

Janine

1 Kommentar

  1. Ingrid Jauernig
    29. März 2018 / 12:48

    Oh je, das tut mir sehr leid. Wir haben Ähnliches mit unserem Kater Charly mitgemacht. Er hatte über viele Monate hinweg immer wieder Blut im Urin. Meistens ohne bakterielle etc. Beteiligung. Wir haben mit ihm gelitten und sehr viel Geld ausgegeben. Es war ein fürchterliches Drama. Seit etwa 8 Wochen sind wir auf einem guten Weg. Er bekommt 2 mal tgl. ein Medikament dass die Entleerung der Blase erleichtert. Dieses Medikament heißt Terazosin 2mg. Davon bekommt er morgens und abends je eine viertel Tablette. Seither läuft alles gut und er hat keine Probleme mehr. Ich drücke euch die Daumen, dass es für Chaley auch schnell eine Lösung gibt! Liebe Grüße, Ingrid

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