Hitzetod bei Tieren und wie man ihn vermeiden kann

Während andere Länder gelernt haben mit der Hitze zu leben, kommen wir Deutschen nur schwer klar damit. Die Temperaturen steigen tagsüber weit über 30 Grad und sinken auch in der Nacht nicht unter 20 Grad. 

Es ist mittlerweile so heiß in Deutschland, dass sogar die Polizei ihre Kleidungsvorschriften lockert – zumindest in Schleswig-Holstein. Doch auch im hessischen Friedberg hat man ein ungewöhnliches Angebot gegen die Hitze parat: Kunden können sich im Kühlhaus eines Edeka-Marktes von der Hitze erholen. Gegen Bezahlung versteht sich.

Bei steigenden Temperaturen und zunehmener Sonneneinstrahlund sind vor allem auch Tierhalter gefragt. Denn gerade in dieser Zeit sollte man seine Gefährten besonders genau beobachten, um eventuelle Veränderungen im Verhalten sofort feststellen und entsprechend schnell reagieren zu können.

 

Hitzetod bei Tieren – Abschied von Lua

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen und Vorbeugungen, mussten wir vor wenigen Stunden Abschied von einem unserer Familienmitglieder nehmen. Lua, ein Leopardgecko, starb überraschend an Überhitzung.

Überhitzung bedeutet Leid und führt bis zum Herztod. Erste Symptome dafür sind verstärktes Hecheln, Speicheln, stark gerötete Schleimhäute sowie eine erhöhte Herzfrequenz. Später kommen Atemnot, zunehmende Apathie sowie Muskelzittern, Gleichgewichtsstörungen und Erbrechen dazu. Der Hitzschlag endet mit Krämpfen in epileptischen Anfällen, Schock und Koma bis schließlich der Herztod eintritt.

Fassungslos und mit Tränen in den Augen standen wir vor Luas Terrarium und verstanden die Welt nicht mehr. Das Wohl unserer Tiere, ganz gleich ob Katze, Maus oder Gecko, liegt uns sehr am Herzen. Demzufolge handeln und agieren wir stets so, dass es unseren Vierbeinern zugute kommt. Vielleicht waren wir auch genau deswegen so betroffen von der Situation. Vor allem mein Partner fühlte sich schuldig und kam nur schwer von diesem Gedanken los.

Unzählig viele Vorbereitungen und Vorsichtsmaßnahmen wurden getroffen um unseren Tieren die Hitze so erträglich wie möglich zu machen. Zig Näpfe mit frischen Wasser stehen in den Zimmern. Nasse Handtücher sorgen für eine kühle Luft. Schattige Plätze soweit das Auge reichen kann.

Doch für Lua kam jede Hilfe zu spät. 

 

Hitzetod bei Tieren und wie man ihn vermeiden kann

Einem Hitzetod sowie einer Überhitzung kann man als Tierhalter mit einigen Tipps vorbeugen:

  • NIEMALS (!!) das Tier bei dieser warmen Jahreszeit alleine im Auto lassen. Nicht „mal kurz“ und auch keine 5 Minuten. NIE!
  • Langhaarigen Haustieren die Haare auf der Bauchseite kurz scheren
  • In der Wohnung und im Außengehege für Abschattung sorgen. Ein Häuschen für Hasen und Meerschweinchen ist hier als Schattenspender aber keineswegs ausreichen. Denn darin kann sich die Hitze stauen und die Tiere nach draußen in die Sonne vertreiben
  • Vor intensiver Sonnenbestrahlung schützen. Sonnenbrand ist auch bei Tieren möglich, daher gut auf die Ohren und den Nasenrücken achten
  • Ausreichend Trinkwasser zur Verfügung stellen, auch unterwegs!
  • keine körperlichen Leistungen abfordern. Hier droht der anstrengungsbedingte Hitzschlag. Spaziergänge und körperliche Aktivitäten daher besser morgens und abends ausleben.

Um auch den geliebten Samtpfoten eine angenehme Zeit zu bescheren, hat die liebe Nina von Taynara übrigens fünf wertvolle Tipps aufgeschrieben die für Abkühlung sorgen. Ein Blick lohnt sich demnach gleich doppelt!

Janine

4 Kommentare

  1. Ivonne
    3. August 2018 / 21:27

    Als ich es gelesen habe,tat es mir so leid. Ich hoffe durch deinen Bericht werden noch so einigen Tierbesitzern die Augen geöffnet. Es gibt noch zuviele,die gerade auch bei der Hitze die Hunde vor den Geschäften oder im Auto lassen.

    • Calista
      Autor
      4. August 2018 / 8:33

      Ja das finde ich auch immer richtig übel. Ich bin jetzt schon unglücklich ohne Ende..aber wir hätten nichts machen können

  2. Astrid Scholz
    4. August 2018 / 0:50

    Das tut mir so leid ,viel Kraft für euch .Sie gehören ja zur Familie. Alles liebe. LG Astrid

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