Närrisches Treiben in der Küche – Faschingskrapfen

Werbung/Seit dem 19. Jahrhundert findet in vielen Gegenden am 11. November, dem „Elften im Elften“, ab 11:11 Uhr die offizielle Eröffnung der Karnevalssession statt. Hintergrund ist, dass es auch vor Weihnachten bereits kurz nach der Fixierung des Festes im Jahr 354 eine vorbereitende vierzigtägige Fastenzeit gab, ähnlich der österlichen Fastenzeit nach Karneval. Sie begann am 11. November, dem Martinstag. Es galt, die vorhandenen Lebensmittel zu verzehren, die nicht „fastenzeittauglich“ waren, wie Fleisch, Fett, Schmalz, Eier und Milchprodukte. Auch war der Martinstag der Endtermin des bäuerlichen Jahres, an dem die Pacht fällig wurde und das Gesinde wechselte.

Die Zeit vom 12. November bis 5. Januar bleibt aber selbst in den Zentren des Karnevals entlang des Rheins weiterhin weitgehend karnevalsfrei, was sich aus der erwähnten vorweihnachtlichen Fastenzeit, der Rolle des Novembers als Trauermonat und dem besinnlichen Charakter des Advents erklärt. Allerdings werden insbesondere im Umland immer mehr Sitzungen in dieser Zeit – auch bereits vor dem 11. November – veranstaltet, weil dann die meisten auftretenden Künstler preiswerter sind als in der Hauptsaison, wo sie viele Auftritte an einem Abend haben. Im Januar beginnt die närrische Zeit insbesondere in den Hochburgen mit der Vorstellung der neuen Regenten, der Prinzenproklamation.

Zu einem echten Karneval, oder wie wir in Bayern sagen „Fasching“, gehören natürlich auch schmackhafte Köstlichkeiten. Die wohl bekannteste Gaumenfreude ist der Faschingskrapfen der häufig auch mit scharfen Senf gefüllt wird.

 

Närrisches Treiben in der Küche – Faschingskrapfen

Bei Krapfen handelt es sich typischerweise um süße Gebäckstücke aus Hefeteig (Germteig), die dem Siedegebäck zugerechnet werden. Heute sind Krapfen in zahlreichen Varianten aus Backteig, Brandmasse, Hefeteig oder Quarkteig in vielen Ländern bekannt. Krapfen und Faschingskrapfen sind beispielsweise in Altbayern und Österreich mit leckerer Marillenmarmelade gefüllt, aber auch andere Marmeladenfüllungen wie zum Beispiel Himbeermarmelade, oder sogar Pudding- und Nougatfüllungen werden in der Faschingszeit verkauft. Übrigens, in Österreich sind Krapfen ohne Zusatzbezeichnung immer mit Marillenmarmelade gefüllt, andernfalls muss dies angegeben werden.

Rheinische Krapfen hingegen werden aus Brandmasse und häufig mit Rosinen hergestellt. Sie werden mit einem Löffel abgestochen und anschließend in heißem Fett gebacken. Rheinische Krapfen werden zudem nicht gefüllt, lediglich in Zucker und oft auch Zimt gewälzt.

 

Faschingskrapfen selber machen – Rezept

Du brauchst:

  • 250 g Mehl
  • 90 g warme Milch
  • 15 g Frischhefe
  • 30 g weiche Butter
  • etwas Vanillezucker
  • eine Prise Salz
  • 1 Ei

Desweiteren:

  • 20 g Butter
  • Zucker
  • Marmelade

Für diese leckere Köstlichkeit müssen vorab alle Zutaten miteinander vermengt und grob verrührt werden. Den Teig gut 10 Minuten kneten, bis er schön weich und speckig ist. Anschließend den Teig in eine Schüssel geben und abgedeckt an einem warmen Ort circa 2 Stunden ruhen lassen.

Im Anschluss den Teig nochmal durchkneten und zugedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag den Teig vor der Weiterverarbeitung rechtzeitig aus dem Kühlschrank holen und in gleichgroße Kugeln formen. Nochmal zugedeckt bei angenehmer Raumtemperatur gehen lassen. (60-80 Minuten)

In der Zwischenzeit den Ofen vorheizen und die Teigkugeln bei 210 Grad etwa 10 Minuten backen. Vor dem Backen habe ich die einzelnen Kügelchen nochmal mit etwas geschmolzener Butter bestrichen!

Nach dem Backen ein weiteres mal mit Butter bestreichen und in Zucker wälzen. Mithilfe einer Spritze etwas Konfitüre in die Krapfen spritzen – fertig!

 

Mit diesem Rezept zaubert ihr nicht nur in der Faschingszeit eine leckere Köstlichkeit für zwischendurch!

Janine

18 Kommentare

  1. http://www.zuckerbrotliebe.de
    14. Januar 2018 / 16:11

    Die sehen ja echt klasse aus. Ich stehe mit Hefe ja auf Kriegsfuß. Laden direkt ein gegessen zu werden. Lieben Gruß aus meiner Küche Jennifer von http://www.zuckerbrotliebe.de

    • Calista
      Autor
      14. Januar 2018 / 16:12

      Hefe und ich sind eigentlich auch keine Freunde…aber es wird langsam :D

  2. Natascha Reichert
    14. Januar 2018 / 16:31

    Mmmmmh LECKER,ich versuche es …

  3. 14. Januar 2018 / 16:58

    Oh wie lecker!!!
    Ich wollte die schon immer mal selber machen :)
    Danke für das Rezept!

    Liebst, Sarah von Belle Mélange

  4. 14. Januar 2018 / 17:18

    Oh stimmt, es ist ja bald wieder soweit. Das Rezept klingt soo lecker!

    • Calista
      Autor
      14. Januar 2018 / 18:32

      Ja :D dann sind die Narren wieder unterwegs hihi^^

  5. 14. Januar 2018 / 18:10

    Schöner Post, das wusste ich jetzt noch nicht! Ich bin kein großer Fasnachtsfan, aber mein Mann liebt die Krapfen sehr =)

    • Calista
      Autor
      14. Januar 2018 / 18:32

      Die sind aber auch mega lecker hihi^^

  6. 14. Januar 2018 / 18:56

    Wir essen sie unheimlich gern, werde dein Rezept mal ausprobieren. LG Romy

  7. Ivonne
    14. Januar 2018 / 19:32

    Krapfen/Pfannkuchen hab ich noch nie selbst gemacht, nur Quarkbällchen. Danke für dein Rezept. Ich werde es nachbacken.

    • Calista
      Autor
      14. Januar 2018 / 19:56

      Boah Quarkbällchen muss ich auch mal wieder machen :D

      • Ivonne
        14. Januar 2018 / 21:34

        So lecker und schnell gemacht. Wir lieben es.

  8. Simone Wiegand
    14. Januar 2018 / 23:03

    Diese Krapfen haben es mir angetan, vor allem, weil man sie im Ofen bäckt…Vor dem Ol hab ich immer Angst und mein eines Patenpüppi und ich vertragen es leider auch nicht so gut. Vielen Dank!!! ;o)

    • Calista
      Autor
      14. Januar 2018 / 23:11

      Ich bin da auch sehr ängstlich, da ich mich schon mehrfach bei der Öl-Variante verbrannt habe^^

  9. Käthi H.
    14. Januar 2018 / 23:41

    Vielen Dank für den Tipp. Ich kenne die, wie man bei uns in NRW sagt „Berliner“,nur in Fett oder Oel gebacken. Auch wenn ich, wie viele, mit Hefe auch auf Kriegsfuss stehe, werde ich Deine Krapfen mal nachbacken.

    • Calista
      Autor
      14. Januar 2018 / 23:42

      Ja in Öl ausgebacken habe ich sie auch schon gemacht. Allerdings habe ich da zu viel Angst vor :D hihi^^

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