Mit wenigen Mitteln kann man Rindenmulch selber machen und dabei eine Vielzahl an Vorteile wahrnehmen: Er versorgt den Boden mit Nährstoffen, schützt Pflanzen vor Frost und vor dem Austrocknen und hält Unkraut fern. In diesem Beitrag verrate ich euch, wann man Rindenmulch einsetzen sollte und wie viel er in etwa kosten wird. 

Der Kauf unserer Doppelhaushälfte aus dem Jahre 1938 hat unser Leben schlagartig verändert. Plötzlich haben andere Dinge Priorität. Wir verbringen weniger Zeit im Inneren unserer Immobilie, das Leben spielt sich fast ausschließlich im Garten ab. Gartenmenschen sind wir dadurch aber noch lange nicht geworden, dennoch möchten wir unser Grundstück gemütlich und schön haben. Aufgrund dessen mussten in den vergangenen Monaten einige alte Bäume und Äste weichen, die nun zu Rindenmulch verarbeitet werden.

Rindenmulch selber machen und im Garten aufbringen

 

Mulch aus organischen Materialien

 

Mulch bietet viele Vorteile im Beet: So wird beispielsweise durch die Rindenmulchauflage das Wachstum unerwünschter Beikräuter deutlich erschwert. Auch schützt er vor Frost und der Ausschwemmung durch Regen und beugt der Austrocknung des Bodens vor. Zudem siedeln sich vermehrt Kleinstlebewesen an, die die Fruchtbarkeit des Bodens auf Dauer erhöhen. Zur Verwertung des Mulchs wird allerdings viel Stickstoff verbraucht, sodass temporär ein Mangel im Beet entstehen kann. Ein weiterer Nachteil von Rindenmulch ist, dass sich Schnecken auf der lockeren Rinde besonders wohlfühlen.

Damit das Mulchen den gewünschten Effekt erzielt, muss man jedoch einige Punkte beachten:

  • Unkraut vorher vollständig entfernen
  • Verwendet man ausschließlich Mulch aus Holzresten oder Laub, sollte man Hornspäne oder Hornmehl unter den Mulch mischen. Mulch aus Holzresten oder Laub entzieht dem Boden Stickstoff, wodurch die Pflanzen nicht genügen Nährstoffe erhalten
  • Verwendet man Grasschnitt, lockt dieser Schnecken an, wenn er zu nass ist. Daher unbedingt darauf achten, dass er gut angetrocknet ist, bevor man ihn ausbringt

Einen festen Zeitpunkt zum Mulchen gibt es übrigens nicht. Im Herbst und Winter etwa ist er ideal als Frostschutz, während er im Sommer wertvolle Nährstoffe an den Boden abgeben und ihn dadurch deutlich aufbessern kann. Grundsätzlich kann man also zu jeder Jahreszeit mulchen.

 

Rindenmulch selber machen

 

Rindenmulch lässt sich prima aus Abfallprodukten des eigenen Gartens selber machen. Wir haben vor allem auf Rückschnitte von Sträuchern und Bäumen zurückgegriffen und diese mit einem Gartenhäcksler (unsere Wahl fiel auf einen Messerhäcksler) kleingeschnitten. Das Häckselgut ist optimal für das Mulchen geeignet, da dieses sich nur sehr langsam zersetzt.

Im Herbst möchten wir dann mit dem Pflanzen unserer Hecke beginnen. Solange schützt der Rindenmulch den Boden vor Austrocknung und minimiert den Wunsch von Unkraut.

 

Wie teuer ist Rindenmulch?

Kosten entstanden uns bis dato lediglich für die Anschaffung des Gartenhäckslers. Im Baumarkt kann man mit etwa 10 bis 20 Cent pro Liter rechnen. Wie viel ein Liter Rindenmulch kostet, kommt dabei vor allem auf die Qualität und die Art des Mulchs an.

Janine