Sicherer Umgang mit Pflanzen im Katzenhaushalt

Chaley und Salome sind reine Wohnungskatzen die unwahrscheinlich neugierig und verspielt sind und dabei auch gerne mal an meinen Zierpflanzen knabbern. Während Chaley stets unbedacht an den Blüten nascht, saugt Salome jeden noch so winzigen Geruch einer Pflanze auf. Eine Wohltat für ihre Seele.

Viele Katzenhalter und Blumenliebhaber kennen das Problem: Die Samtpfote sitzt nicht nur gerne auf der Fensterbank oder dem Balkon, sie frisst auch an den dortigen Pflanzen. Besonders Wohnungskatzen leiden häufig unter mangelnder Bewegung und Langeweile weshalb die ein oder andere Topfpflanze als Spielzeug herhalten muss. Doch nicht immer sind auch alle Pflanzen als Snack geeignet. Da meine Wohnungskatzen ein sehr wichtiger Bestandteil meines Lebens sind, habe ich bis dato bewusst auf eine Bepflanzung in den heimischen vier Wänden verzichtet. Mit den steigenden Temperaturen wächst allerdings auch die Begeisterung den blühenden Schönheiten gegenüber. Ein idealer Zeitpunkt sich über geeignete Pflanzen zu informieren.

 

Sicherer Umgang mit Pflanzen im Katzenhaushalt

Es ist wie verhext, kaum steht man im Baumarkt lächeln einen unzählig viele prachtvolle Pflanzen an. Wäre ich egoistisch und nicht am Wohl meiner Tiere interessiert, würde ich wahllos zuschnappen und die schönsten Blümchen in den Einkaufswagen legen. Doch ich habe mit der Anschaffung meiner Samtpfoten auch eine gewisse Verantwortung übernommen, der ich gerecht werden will und muss. Demnach bedarf es beim Kauf weitaus mehr als ein Auge fürs Detail, denn zwischen all den schönen Pflanzen verbirgt sich auch eine unsichtbare Gefahr für meine Katzen. Im Internet gibt es hierzu eine Vielzahl an Seiten und Ratgebern, die allesamt vor diversen Pflanzenarten warnen. Inwiefern man diesen Informationen Vertrauen kann ist fraglich, denn das Thema „Giftpflanzen“ ist unglaublich komplex.

Befasst man sich mit dem Thema allerdings genauer wird schnell klar, dass die Dosis ausschlaggebend ist. Ein Blatt allein kann ungefährlich sein, werden aber größere Mengen oder bestimmte Teile einer Pflanze verzehrt, kann es böse ausgehen. Auch spielt der Standort sowie die Pflege eine große Rolle, denn sie können das Gift der Pflanze stark beeinflussen. Für uns Katzenbesitzer bedeutet das also, dass wir unser Hauptaugenmerk nicht auf ungiftige Pflanzen sondern auf unbedenkliche Pflanzen legen sollten.

Diese Pflanzen sind giftig und sind für den Katzenhaushalt nicht geeignet (Auszug):

  • Alpenveilchen
  • Avocado – sowohl Pflanze als auch Blätter sind stark giftig
  • Begonie
  • Belladonna
  • Buchsbaum
  • Dieffenbachien
  • Efeu
  • Farne
  • Feigenbaum
  • Gummibaum
  • Hyazinthe
  • Kolbenfaden
  • Krokus
  • Lilie – auch als Schnittblume eine große Gefahr
  • Maiglöckchen
  • Oleander
  • Prachtlilie
  • Tomatenpflanzen
  • Wandelröschen
  • Weihnachtsstern

Natürlich gibt es noch weitaus mehr, diese hier allerdings alle einzeln aufzulisten würde den Rahmen sprengen. Sollte man sich bei einer Pflanze allerdings nicht sicher sein empfiehlt sich diese vorsichtshalber zu entfernen. Das Wohl der Tiere sollte schließlich stets im Vordergrund sein.

Neben den genannten Giftpflanzen gibt es aber auch eine Vielzahl an Pflanzen, die hervorragend mit den Samtpfoten harmonieren. Eine kleine Auswahl:

  • Baldrian
  • Blaubeere
  • Frauenhaarfarn
  • Katzengras
  • Kokospalme
  • Lavendel
  • Melisse
  • Veilchen
  • Zimmerbambus
  • Zyperngras

 

Für reine Wohnungskatzen ist Abwechslung und Anregung im Lebensumfeld enorm wichtig. Daher wird in den kommenden Wochen der heimische Balkon katzengerecht eingerichtet und umgebaut. Hierfür greife ich beispielsweise auf eine Liegewiese für die Samtpfoten zurück. Doch auch Katzenminze kann eine dekorative, robuste und unbedenkliche Pflanze sein, die künftig auf dem Balkon einen Platz einnehmen wird. Mehr dazu in Kürze!

Janine

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