Tear Down This Wall – Make a Break Berlin

Werbung/ Da standen wir nun also, eingesperrt in einem Raum der lediglich zwei Gitterfenster besaß. Vor uns ein blinkendes Kommunikationsgerät sowie ein Bücherregal mit Dokumenten und Matroschkas. Die Mission war klar: durch die Mauer brechen und den Weg für einen Neuanfang im Westen sichern. Doch wie sollten wir das in 60 Minuten nur schaffen?

Es muss ein seltsames Gefühl gewesen sein, als die Berliner Mauer am Abend des 9. November 1989 im Zuge der politischen Wende geöffnet wurde. Der Mauerfall ebnete den Weg, der innerhalb eines Jahres zum Zusammenbruch der SED-Diktatur, zur Auflösung der DDR und gleichzeitig zur staatlichen Einheit Deutschlands führte.

Annemarie Reffert war schließlich die erste Person aus der DDR, die nach der Verkündung der Grenzöffnung ohne größere Formalitäten die Grenze zur Bundesrepublik Deutschlands überquerte.

Für mich heute ein unvorstellbares Szenario, immerhin wuchs ich zu jener Zeit noch im Bauch meiner Mutter. Doch die unzählig vielen Erzählungen seitens bekannter und der eigenen Familie sorgen dennoch für Neugier. Immer wieder frage ich nach Erfahrungen, Eindrücken und Gedanken. Versuche zu verstehen und realisieren wie es damals war, als die Berliner Mauer plötzlich durchquert werden konnte.

Mit „Tear Down This Wall“ kam ich der Vergangenheit nun näher als gedacht. Denn der Escape Room in Berlin lässt genau diese Momente auf besondere Weise aufleben.

 

Tear Down This Wall – Make a Break Escape Room Berlin

Die Mission startet in Ostberlin. Trotz der Demonstration für Reisefreiheit in der DDR scheint die Berliner Mauer unerschütterlich zu stehen. Selbst die Wachleute sind überfordert und warten hibbelig auf deinen Befehl. Sollen sie schießen oder nachgeben?

In genau dieser Zeit erreicht uns eine geheime Mission vom westdeutschen Bundesnachrichtendienst. Wir sollten gemeinsam falsche Befehle an die ostdeutsche Grenztruppe weiterleiten, nach denen sie die Grenzübergänge öffnen sollen. Als Belohnung winken uns westdeutsche Pässe. Für die Mission bleiben uns allerdings nur 60 Minuten. Nach abgelaufener Zeit sind die ostdeutschen Kommunikationswege blockiert.

Ein Wettlauf gegen die Zeit, der uns vor große Herausforderungen stellte. Während wir uns mühsam mit einer Angel und deren Haken aus der engen „Zelle“ befreien konnten, wartete schon das nächste Übel. Unzählig viele Geheimdokumente sollten von Ost- nach Westberlin geschmuggelt und technische Kommunikationsanlangen benutzt werden. Nur so konnten wir die Mauer durchbrechen und uns einen Weg in den Westen bahnen.

Doch es kam anders als wir dachten.

Hier eine Waffe, dort ein Wachmann in Uniform, ein Kassettenrekorder ohne Batterien und ein Morsecode der uns die Fassung raubte.

Immer wieder rannten wir hin und her, suchten nach Hinweisen und lösten Rätsel. Knackten Schlösser, wühlten in Müll und scheiterten doch zwischen einer Kiste Bananen.

Für einen Neuanfang im Westen hat es nicht geklappt, doch die Begeisterung im Herzen war präsenter denn je. Der liebevoll gestaltete Escape Room überzeugte mit einer atemberaubenden Optik, die durch echte Details aus DDR Zeiten aufgewertet wurde. So manch einer fühlte sich dabei in die Vergangenheit versetzt!

Mit „Tear Down This Wall“ hat der alternative Escape Room Berlins uns völlig gefesselt. Make a Break war zwar nicht unser erstes Erlebnis dieser Art jedoch eins das in Erinnerung bleiben wird. Denn die Räumlichkeiten im Szenenbezirk Friedrichshain waren dem Motto entsprechend angepasst. Tolle Graffitis von Berliner Street Art Künstlern schaffen eine authentische Berliner Atmosphäre und sorgen damit für noch mehr Fun.

Für mich der bis dato beste Escape Room, der nicht nur durch die Räume sondern vor allem auch Story überzeugen konnte!

Janine

2 Kommentare

  1. Ivonne
    26. Oktober 2018 / 17:27

    Das nenn ich doch mal einen tollen Escape Room. Ich war damals zur Wende 14 und hab die DDR miterlebt. Aber irgendwie hab ich immer gesagt, dass ich irgendwann in den „Westen“ reisen kann und wurde immer belächelt.

    • Calista
      Autor
      26. Oktober 2018 / 18:03

      Komisch oder? Also wenn man jetzt so drüber nachdenkt.^^

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