Tiere im Urlaub betreuen lassen – Tipps

Endlich, heute starten die lang ersehnten Sommerferien in Brandenburg. Viele Familien werden die Auszeit für einen gemeinsamen Urlaub nutzen und sich bereits in den kommenden Tagen auf den Weg machen. Normalerweise ist das einzige Problem, dass man dabei hat, die Qual der Wahl, wohin es gehen soll. Als Tierfreund steht man hier jedoch vor einem weitaus größeren Problem, denn was passiert während des Urlaubs mit den tierischen Lieblingen?

Vor jedem Urlaub stehen Haustierbesitzer vor der Gewissensfrage: wohin mit den liebsten Hausgenossen. Mitnehmen wird schwierig, also vielleicht doch hier lassen? Während Hunde meist recht flexibel sind, mögen Katzen Ortswechsel nicht besonders. Deshalb ist es besser, sie bleiben in der gewohnten Umgebung zu Hause und werden dort von Nachbarn oder Freunden versorgt. Auch Vögel und Fische müssen zu Hause bleiben.

Traurigerweise setzen viele Menschen ihre Tiere in der Urlaubszeit immer noch aus, werfen sie in Mülleimer oder töten sie sogar.

 

Darum solltest du deine Tiere im Urlaub betreuen lassen

Mal im Ernst, eine lange Autofahrt im Sommer ist für jedes Tier eine große Belastung. Stundenlanges eingesperrt sein in Kombination mit drückender Wärme und den lauten Fahrgeräuschen, bedeutet für alle Tiere enormen Stress. Noch schlimmer wird es für Tiere während einer Flugreise. In einem Transportkorb im Frachtraum untergebracht müssen sie die Situation ganz alleine meistern, ohne überhaupt eine Ahnung zu haben, was um sie herum geschieht.

Wollen wir das unseren vierbeinigen Lieblingen wirklich zumuten?

Nein! Demzufolge solltest du dir schon vorab eine Alternative suchen, bei der du dir sicher sein kannst, dass dein geliebtes Haustier bestens versorgt ist. Je nach Tierart und Geldbeutel stehen einem dabei verschiedenste Möglichkeiten offen die vom Nachbarn bis zu privaten Tiersittern oder Hotels für Haustiere reichen.

Ich beispielsweise greife bewusst auf einen eigenen Tiersitter zurück, der zudem aus der Familie kommt und mit meinen Tieren vertraut ist. Während meiner Abwesenheit darf sie in meiner Wohnung leben und sich nebenbei um das Wohl meiner Samtpfoten kümmern. Der Vorteil dabei ist ganz klar die Nähe zum Tier sowie das Vertrauen zueinander. Man kennt sich, weiß mit bestimmten Situationen umzugehen und meine Tiere bleiben weiterhin in ihrer gewohnten Umgebung.

Sollte man nicht auf jemanden aus der Familie zurückgreifen können, kann auch ein privater oder professioneller Tiersitter eine gute Wahl sein. Bei privaten Tiersittern handelt es sich meistens um tierliebe Personen, die selbst Tiere haben oder sich einfach kein eigenes Haustier anschaffen können. Diese kosten in der Regel nicht viel Geld, während professionelle Tiersitter meist etwas teurer sind. Sie haben hingegen in den meisten Fällen mehr Erfahrung und kennen sich gut mit den einzelnen Tierarten und deren Pflege aus.

 

So kannst du deine Tiere im Urlaub betreuen lassen

Eine weitere Form der Haustierbetreuung im Urlaub ist die Unterbringung in einer Tierpension. Viele Tierheime bieten ebenso einen Platz für Gäste an.

Die Zimmer sind den Tieren entsprechend ausgestattet, sodass Katzen ausreichend Kletter- und Spielmöglichkeiten haben und Hunde ihren regelmäßigen Auslauf bekommen. Auch tiermedizinische Versorgung ist in der Regel gewährleistet.

Eine Alternative zur Tierpension ist die Urlaubsaktion des Deutschen Tierschutzbundes. Bei der Aktion „Nimmst du mein Tier, nehm ich dein Tier“ betreuen Tierfreunde ihre Haustiere gegenseitig. Tierbesitzer können sich bei der Urlaubshotline des Verbandes melden und so erfahren, welcher Tierschutzverein in ihrer Nähe hilft. Die Tierschutzvereine bringen Tierhalter zusammen, die sich während des Urlaubs im Wechsel um die tierischen Lieblinge kümmern. Auch Tierfreunde, die kein Tier haben, können vorübergehend eines betreuen, in den Genuss eines tierischen Begeleiters kommen und so Frauchen oder Herrchen auf Zeit werden.

 

Ganz gleich für welche Variante man sich letztlich entscheidet, ein Tier wegen der eigenen Urlaubspläne zu „entsorgen“, sollte keineswegs infrage kommen. Denn hinter jedem Tier steckt eine Persönlichkeit, die jahrelang treu an der Seite stand und auch weiterhin Teil der Familie sein möchte. Tiere im Urlaub betreuen lassen – nicht entsorgen!

Janine

(Fotos: canva)

5 Kommentare

  1. Christine Spr
    19. Juni 2019 / 23:04

    Bei meiner Schwestern helfen Nachbarn aus – aber es ist nicht immer so einfach.

  2. Martina Müller
    20. Juni 2019 / 17:49

    Ich fahr garnicht erst in den urlaub, bleib lieber bei meiner katze zu hause und in notfaellen, wie letztes jahr der krankenhausauffenthalt und die reha uebernimmt der freund einer freundin der auch gleichzeitig mein nachbar ist die Betreuung meiner maus. Da weiss ich dann das sie gut betreut und versorgt wird.
    Lg tina

  3. Ursel Barth
    20. Juni 2019 / 20:28

    Durch den Umzug könnte es schwierig werden. Die Kinder könnten in unserem Haus Jack & Sam betreuen, aber beide arbeiten halt noch in/bei Köln, und das heißt, an Arbeitstagen ist es mehr als schwer.
    Wenn wir zu viert weggefahren sind, half meine Nachbarin aus. Hier kenne ich die Nachbarn noch nicht gut genug.
    Das Tierheim, aus dem Jack & Sam sind, hatte damals (über 12 Jahre her), notfalls einen Mitarbeiter bei uns anzusiedeln. Ob das für die Eifel auch noch gilt, keine Ahnung. Abwarten. Eigentlich wollten wir Beide wieder mit AKON wegfahren (kann ich nur empfehlen ;) ). Das sind nur drei Nächte. Und unser Sohn fühlt sich hier so wohl, dass er vielleicht Urlaub einreicht (ok., Sauna und Whirlpool können schon überzeugend sein, und natürlich die tolle Möglichkeit, an Autos zu basteln und Kumpels und / oder Freundin mitzubringen, auch :) ) – oh, eigentlich wollte ich nur dein neues Design anschauen … aber hier zu landen ist wie mit leeren Magen einkaufen gehen … irgendwas finde ich immer ;)

  4. Lisa
    15. September 2019 / 20:10

    Das ist so ein unglaublich wichtiges Thema! Gerade während der Urlaubszeit im Sommer werden mega viele Tiere ins Tierheim gebracht :,-( Sooooo traurig!!! Und dabei gibt es Möglichkeiten. Danke für die Zusammenstellung, Janine! :)

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