Über Hair Colour Remover

Werbung/ Bei einer Färbung werden kleine künstliche Farbmoleküle in das Haar eingefügt. Ihr seid quasi ein Swimmingpool, die Farbmoleküle hingegen über hunderte von Murmeln. Alle permanenten Haarfärbungen benötigen Wasserstoffperoxid, um eine dauerhafte Färbung zu erzielen.  Das Wasserstoffperoxid oxidiert, sobald es mit Luft in Verbindung kommt, die Murmeln (künstliche Farbmoleküle) blähen sich bis zu einer Größe von Fußbällen auf und werden im Poolbecken eingeklemmt (Haar). Ihr könnt euch das wie Popcorn vorstellen, das aufploppt, wenn es erhitzt wird. Durch die Ausdehnung können die Farbmoleküle nicht einfach ausgewaschen werden, sondern sind eingefangen und unlösbar. Hier setzt der „Über Haur Colour Remover“ ein, denn er macht genau diesen Vorgang rückgängig. Hat man erstmal die Mischung aus den Flaschen 1 und 2 auf dem Haar aufgetragen, werden quasi die großen künstlichen Farbmoleküle (also unsere Fußbälle) zur Originalgröße (Murmeln) zurück geschrumpft. Doch das war noch längst nicht alles, denn der wichtigste Schritt bei der Farbentfernung ist das anschließende Fixieren und Ausspülen der Haare. Denn auch wenn die Farbmoleküle auch wieder so klein sind wie zu Beginn des Färbevorgangs, sind sie immer noch im Haar vorzufinden. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, den Fixierer (Flasche 3) zu verwenden und anschließend die Haare mindestens zehn Minuten lang auszuwaschen.

Wie so oft ist natürlich auch hier nicht jedes Haar geeignet. Ist es beispielsweise gebleicht worden oder wurde die natürliche Pigmentierung des Haares verunreinigt oder aufgehellt, so kann die Haarfarbe nicht mit dem „Über Hair Colour Remover“ wieder hergestellt werden.

In  meinem Fall hat es tatsächlich funktioniert und meine einst lilafarbenen Haare wurden mithilfe des Produktes binnen kürzester Zeit „zurück“ verwandelt. Gedauert hat die gesamte Prozedur dabei gerade einmal 60 Minuten.

 

Über Hair Colour Remover – Anwendung

 

 

Bevor man „Über Hair Colour Remover“ anwendet, sollt man zunächst die Haare gründlich waschen und diese anschließend trocken föhnen. Desweiteren empfiehlt sich Kleidung und andere Oberflächen abzudecken. Ganz wichtig: keine Materialien aus Metall verwenden!

Hat man soweit alles vorbereitet, kann es auch schon losgehen. Zunächst mischt man Flasche 2 (Entferner) mit dem Inhalt der Flasche 1 (Aktivierer) zusammen und schüttelt diesen 6 Minuten lang durch. Anschließend fängt man an den gemischten „Über Hair Colour Remover“ auf die Haarstellen aufzutragen, die entfärbt werden sollen. Um präzise arbeiten zu können oder für die Anwendung auf kurzem Haar, empfiehlt es sich, einen Pinsel und ein Schälchen zu verwenden. Darüber hinaus kann man auch eine kleine Menge der Mischung zwischen den Handflächen verteilen und mit den Fingerspitzen auf das Haar auftragen.

Nachdem die Mischung gleichmäßig verteilt ist, lässt man das ganze 30 bis 60 Minuten einwirken. In diesem Stadium werden die künstlichen Haarmoleküle abgebaut. Um diesen Vorgang zu verstärken, habe ich den Kopf warm eingepackt beispielsweise mithilfe von Alufolie und einem Handtuch. Das empfiehlt sich vor allem bei langem oder dickem Haar.

Nach 30 bis 60 Minuten sind die künstlichen Haarmoleküle gelöst und können entfernt werden. Das bedeutet, die Moleküle sind zu diesem Zeitpunkt noch im Haar, weshalb nun 5 Minuten lang mit warmen Wasser ausgespült werden muss. Anschließend den Fixierer nochmals auftragen, aufschäumen und gründlich ausspülen.  Wenn alle Rückstände des Fixierers ausgespült sind, das Haar mit einem Handtuch trocken.

Nun sollten im besten Fall alle künstlichen Farbmoleküle  entfernt sein. Um jedoch das endgültige Ergebnis wahrnehmen zu können, müssen die Haare komplett trocken sein.

 

Über Hair Colour Remover – Ergebnis

 

Vorher / Nachher

Trotz anfänglicher Skepsis, hat mich das endgültige Ergebnis echt positiv überrascht. Meine Haare erstrahlen wieder in einem ansprechenden blond, während der Ansatz meine Naturhaarfarbe offenbart. Ich konnte während der Anwendung keinerlei Hautirritationen oder sonstige Wehwehchen wahrnehmen, lediglich der „Gestank“ nach dem Entfärben ist nichts für schwache Nerven. Letzteres riecht nämlich bereits während der Prozedur unangenehm nach faulen Eiern, was auch nach mehrmaligen Haarwäschen nicht weicht. Macht aber nichts, letztendlich zählt ja auch nur das Ergebnis und das hat mich vollkommen von sich überzeugt!

Apropos Geruch, hierzu hat das Unternehmen einen kleinen Tipp veröffentlicht, den ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte: Haarwäsche mit Natron.

Vor der Haarwäsche sollte man grundsätzlich die Kopfhaut und die Haare gut bürsten um alte Hautschuppen und Stylingreste zu entfernen. Anschließend mischt man die Natron-Waschlösung. Dazu nimmt man einen Esslöffel des pulverförmigen Natron und löst es in einem Becher Wasser (etwa 250 Milliliter) auf. Diese Lösung verteilt man anschließend auf dem nassen Haar, sodass es alle Stellen, vor allem auf der Kopfhaut erreicht. Einfacher und genauer funktioniert es, wenn man die Lösung in einen alten Applikator oder eine leere Shampooflasche füllt. Wenn man alles verteilt hat, massiert man die Kopfhaut und lässt alles ein bis zwei Minuten einwirken. Anschließend spült man es aus. Bei sehr langen oder sehr dicken Haaren kann man ausprobieren einen halben oder ganzen Esslöffel mehr zu verwenden beziehungsweise eine größere Menge der gesamten Lösung anzurühren. (Quelle: Facebook)

Käuflich zu erwerben ist der „Über Hair Colour Remover“ übrigens für 9,90 Euro.

Janine

4 Kommentare

  1. Stefanie Lehmann
    1. März 2017 / 17:42

    Wow…Das ist ja ZauberZeug
    Danke für deinen tollen Bericht

  2. Tina
    1. März 2017 / 20:09

    Geht das auch bei meinen Haaren? Die sind aktuell braun gefärbt und darunter waren bzw. sind noch so einige Farben vertreten. Meine Naturhaarfarbe (Aschblond) hab ich schon ewig nicht mehr gesehen.

    • Calista
      Autor
      2. März 2017 / 10:53

      Klar funktioniert das, wie am Ende das Ergebnis aussieht kann ich allerdings nicht sagen :)

  3. Michaela Risse
    2. März 2017 / 22:30

    Ich glaube das muss ich auch mal probieren. Das hört sich ja nicht so schwer an.
    Danke für den ausführlichen Bericht.

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