Vor genau einem Jahr konnten wir uns nicht vorstellen jemals einen Garten pflegen zu müssen. Inzwischen verbringen wir mehr Zeit im Grünen, als in den eigenen vier Wänden. Die vergangenen Wochen haben wir intensiv genutzt um die Grünfläche auf Vordermann zu bringen. Auf den ersten Blick sah der Garten zwar nach einer herrlichen Oase für Mensch und Tier aus, der zweite Blick offenbarte jedoch viele notwendige Baustellen. Wir haben viele alte Wurzeln mühsam ausgegraben und entfernt, die Fläche anschließend vollständig begradigt und Rasen gesät. Des Weiteren haben wir Rasenkantensteine verlegt, um später unsere Photinia-Hecke Red Robin einpflanzen zu können.

 

Gartenvögel im Herbst

 

Aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse fielen wir im Zeitplan deutlich zurück und mussten einsehen, dass wir wohl erst im kommenden Jahr mit der Hecke als Sichtschutz loslegen können.

Immerhin hält inzwischen der Herbst Einzug und mit ihm viele kalte und triste Tage, die oftmals von Regenschauern begleitet werden. An Tagen wie diesen ziehen wir uns normalerweise in die heimischen vier Wände zurück, diesmal haben wir uns allerdings an ein Herzensprojekt gewagt und für die gefiederten Nachbarn ein paar Wintervorkehrungen getroffen. Neben ein paar Futterhäuschen und Plätzen zum Kuscheln (Nistkästen), haben wir auch ein paar süße Meisenknödel selber gemacht.

 

Vogelfutter selber machen

 

Um Vogelfutter selber machen zu können, braucht ihr folgende Materialien:

  • Sonnenblumenkerne
  • geschälte Sonnenblumenkerne
  • Streufutter mit Nüssen
  • Haferflocken
  • Rindertalg oder Pflanzenfett
  • Mini-Gugelhupf-Formen
  • Paketband

Zuerst erhitzen wir das Pflanzenfett in einem Topf. Anschließend fügen wir Sonnenblumenkerne, Streufutter und Haferflocken hinzu und vermengen alles gut miteinander. Die Masse verteilen wir danach in kleine Förmchen, beispielsweise wieder verwendbare Silikonformen.

Tipp: Mithilfe eines Schaschlikspießes könnt ihr ein Loch für das Paketband freihalten.

Sobald das selbstgemachte Vogelfutter ausgehärtet ist, fädelt ihr vorsichtig das Paketband durch die Öffnung. Zuknoten – fertig.

Die kleinen Futtermittel haben wir im Anschluss im Garten verteilt und den Vögeln damit eine riesen Freude gemacht. Neben dem bereits gefüllten Vogelhaus, wurde überraschende schnell auch das selbstgemachte Vogelfutter von den unterschiedlichsten Vogelarten angenommen. Je vielfältiger das Futterangebot übrigens ist, desto mehr Vogelarten finden etwas passendes. Körnergemische sollten aus Sonnenblumenkernen und Hanfkörnern bestehen. Des Weiteren freuen sich Vögel über Hirse, Mohn, Distel- und andere Samen, zerkleinerte Haselnüsse und Getreidekörner.

Janine