Dieses Jahr hatte ich keine Lust auf den klassischen Osterbrunch. Keine einzelnen Platten, kein "hier liegt der Käse, dort die Wurst" und dieses vorsichtige Drumherumreichen. Ich wollte etwas, das direkt auffällt. Etwas, das beim Reinkommen dieses kurze "Oh wow" auslöst. Also habe ich unseren Esstisch kurzerhand zur großen Platte gemacht. Ein großes Stück Backpapier drauf und darauf wurde angerichtet. Unser Foodboard zu Ostern, oder Osterbrunch mal anders. (es handelt sich um einen "Vorosterbrunch für Freunde ;) )
Ein bisschen geplant, viel Gefühl
Ganz ungeplant war es tatsächlich nicht. Ich hatte schon im Kopf, wie es aussehen soll: offen, einladend, modern aber eben nicht geschniegelt.
Die Laugenbrötchen beispielsweise habe ich bewusst im Wort "Ostern" gelegt, dazwischen kam alles, was für mich zu einem richtig guten Brunch dazugehört: frisches Obst, Käse, Wurst, roher Schinken, Tomate-Mozzarella, Rührei, Gemüse, kleine Dips.
Alles hatte seinen Platz, aber nichts wirkte streng. Eher so, als dürfte man sich einfach bedienen, ohne nachzudenken.
Genau dieser Moment, wenn alle ankommen
Mein persönliches Highlight war tatsächlich der Moment, als die ersten Gäste hereinkamen.
Dieser Blick auf den Tisch.
Dieses leichte Innehalten.
Und dann: "Das ist ja mal cool."
Mehr wollte ich gar nicht.
Locker, entspannt und irgendwie näher
Was ich nicht unterschätzen würde: Wie sehr so ein Aufbau die Stimmung verändert. Es gibt zwar Teller, aber niemand sitzt da und wartet, bis etwas angereicht wird. Man greift einfach zu, kommt automatisch ins Gespräch, probiert hier, entdeckt da etwas Neues.
Mein Glückskeks war natürlich mittendrin. Hat sich seine Erdbeeren geschnappt, hier ein Stück Käse, da etwas Gemüse - ganz selbstverständlich.
Und ich musste nicht ständig aufspringen, nachlegen oder organisieren.
Nicht perfekt. Aber genau richtig.
Natürlich sieht der Tisch nach einer Weile nicht mehr aus wie am Anfang. Es wird gekrümelt, verschoben, neu kombiniert. Aber genau das ist der Punkt. Es darf benutzt werden. Es darf leben.
Ich wollte keinen perfekt dekorierten Tisch, ich wollte einen, der funktioniert und gleichzeitig ein bisschen überrascht.
Osterbrunch mal anders – unser Foodboard direkt auf dem Tisch. Fazit:
Dieses Foodboard war mich genau die richtige Mischung aus kreativ, praktisch und entspannt. Ein bisschen Vorbereitung, ein bisschen Mut, es anders zu machen und am Ende ein Tisch, der nicht nur gut aussieht, sondern sich auch gut anfühlt.
Und ganz ehrlich: Dieses kleine "Oh wow" am Anfang? Das nehme ich beim nächsten Mal wieder mit.








