Niemand hat mir gesagt, wie sehr sich mein Herz verändern würde. Wie sehr ich lieben kann, ohne Grenzen. Mein Sohn, mein kleiner Glückskeks, inzwischen knapp drei Jahre alt. Ich bin eine unglaublich dankbare Mama und doch gibt es Dinge über das Mama-Sein, über die kaum jemand spricht. Dinge, die man erst versteht, wenn man mittendrin ist.
Niemand hat mir gesagt, wie widersprüchlich Gefühle sein können
Ich liebe mein Kind bedingungslos und trotzdem bin ich manchmal müde. Überfordert. Sehnsüchtig nach Ruhe. Beides darf gleichzeitig existieren und das wusste ich vorher nicht. Dankbarkeit schließt Erschöpfung nicht aus. Liebe schließt Zweifel nicht aus. Mama-Sein ist kein Entweder-oder, sondern ein tägliches Sowohl-als-auch.
Gerade nach unserem Weg mit den Fehlgeburten hatte ich lange das Gefühl, ich dürfte mich nie beschweren. Schließlich habe ich mir dieses Kind so sehr gewünscht. Heute weiß ich: Auch dankbare Mamas dürfen müde sein.
Niemand hat mir gesagt, wie sehr Mama-Sein verändert
Mama-Sein verändert nicht nur den Alltag, sondern die eigene Identität. Ich bin nicht mehr nur ich, ich bin Verantwortung, Nähe, Halt. Manchmal verliere ich mich zwischen Brotdosen, Kita-Zeiten und Wäschebergen ein Stück selbst.
Dass mein Sohn vormittags drei Stunden in die Kita geht, ist für uns ein Geschenk. Zeit zum Durchatmen. Zeit für mich. Und trotzdem begleitet mich selbst dann das Mama-Gefühl - immer präsent, immer da.
Niemand hat mir gesagt, wie laut die Gedanken werden
Die Sorgen hören nie auf. Isst er genug? Schläft er genug? Bin ich eine gute Mama? Diese Fragen laufen oft leise im Hintergrund, manchmal auch sehr laut. Mama-Sein bedeutet, ständig mitzudenken, vorauszudenken und mitzufühlen, auch dann, wenn das Kind gerade glücklich spielt.
Niemand hat mir gesagt, wie stark Mama-Sein macht
Zwischen Trotzanfällen, schlaflosen Nächten und Kita-Abschieden wächst eine Stärke, von der ich vorher nichts wusste. Ich bin geduldiger geworden. Klarer. Mutiger. Mein Glückskeks zeigt mir jeden Tag, was wirklich zählt.
Mama-Sein hat mich gelehrt, im Moment zu leben. Kleine Hände festzuhalten. Lachen ernster zu nehmen als To-do-Listen.
Mama-Sein ist nicht perfekt. aber echt
Ich möchte keinen Moment missen. Nicht die anstrengenden, nicht die lauten, nicht die stillen. Mama-Sein ist nicht immer leicht, aber immer bedeutungsvoll. Vielleicht ist genau das etwas, das mir niemand gesagt hat:
Dass es nicht perfekt sein muss, um wunderschön zu sein.




