Einschlafbegleitung - So lange, wie nötig

"Wie? Euer Kind braucht Hilfe beim Einschlafen? Warum legt ihr ihn nicht einfach ins Bett?" - ja, warum eigentlich? Warum legen wir unseren 14 Monate alten Sohn nicht einfach am Abend ins Bett? Wäre doch alles so viel einfacher. Stattdessen tragen wir ihn nach der Abendroutine durch die Räumlichkeiten und singen ihn in den Schlaf. Einschlafbegleitung - so lange, wie nötig.

 

Abendrituale für Babys

 

Seit Noahs 8. Lebenswoche setzen wir am Abend auf feste Abläufe und Strukturen, die ihm Sicherheit geben und dafür sorgen, dass er besser entspannen kann, weil er genau weiß, was als Nächstes kommt. Empfohlen wird, Abendrituale für Babys ab 6-8 Wochen einzuführen. Dann nämlich kann der Nachwuchs den Unterschied zwischen Tag und Nacht realisieren.

Wie lange und wie viel Babys schlafen, ist von Kind zu Kind übrigens unterschiedlich. Auch klappt nicht bei jedem Baby das gleiche Einschlafritual. Während die einen mit einem warmen Bad beruhigt werden, bedarf es für die anderen immer dasselbe Lied oder dieselbe Geschichte. Auch leises Summen oder eine Spieluhr kann funktionieren. Gleich ist jedoch, dass ein geregelter Tagesablauf hilft, um den Schlafrhythmus einzupendeln. Aus diesem Grund bringen wir unseren Glückskeks immer zur gleichen Zeit ins Bett, damit er sich an einen regelmäßigen Schlaf zu festen Zeiten gewöhnt.

 

Einschlafhilfen für Babys

 

Licht aus, Augen zu - ganz so einfach klappt das Einschlafen bei Babys selten. Bis wir eine passende Abendroutine für unseren Glückskeks gefunden haben, vergingen unzählig viele Wochen. Immer wieder haben wir unterschiedliche Einschlafrituale etabliert, die allesamt keine Wirkung zeigten. Das Einschlafen dauerte meist stundenlang!

 

Gute Einschlafrituale für Babys:

  • Ein abendliches Bad
    Viele Eltern schwören darauf, wir hingegen sehen dieses Einschlafritual kritisch, denn häufiges Baden und auch feuchtes Abreiben kann die Hautbarriere schädigen. Wenn man dennoch nicht darauf verzichten möchte, sollte man auf Zusätze verzichten. Aber Achtung: Es gibt auch Wirbelwinde, die drehen nach einem Bad nochmal so richtig auf.

 

  • Licht dimmen und Geräusche reduzieren
    Kein Fernseher, kein Handy, kein Tablet, keine dudelnde Musik - für das Gehirn unseres Nachwuchses ist es schwer, bei zu viel Licht und Lärm in den Abendmodus zu schalten.

 

  • Eine wohltuende Babymassage
    Eine Massage kann ein wohltuender Ausklang sein, denn Babys lieben Hautkontakt. Außerdem lässt sich mit einer Babymassage die Bindung zum eigenen Kind stärken. Bei älteren Kindern reicht es oftmals schon, wenn man ihnen den Rücken reibt oder sanft den Kopf massiert.

 

  • Kuscheln!
    Kuscheln, kuscheln, kuscheln - nichts ist schöner, als Geborgenheit!

Wir haben für uns mittlerweile einen guten Weg gefunden, um den kleinen Glückskeks nach einem langen Tag ins Land der Träume ziehen lassen zu können.

So fangen wir unsere Abendroutine mit den täglichen Notwendigkeiten an. Seit Noahs erste Zähnchen da sind, putzen wir gemeinsam im Badezimmer die Zähne. Anschließend werden die Haare gebürstet und das Gesicht gewaschen, bevor es schließlich zurück ins Wohnzimmer geht. Nach einer ausgiebigen Kuschelrunde, wird eine frische Windel und ein Schlafanzug angezogen bevor noch eine letzte warme Milch verdrückt wird.

In den Armen liegend, tragen wir ihn anschließend durch die Räumlichkeiten und singen den Glückskeks in den Schlaf.

 

Einschlafbegleitung - So lange, wie nötig

 

Die tägliche Abendroutine und anschließende Einschlafbegleitung genießen wir sehr, auch wenn nicht jeder nachvollziehen kann, warum wir unser Kind nicht einfach ins Bett legen.

Ehrlich gesagt lieben wir diese Form der Einschlafbegleitung beide sehr. Wir können unserem Wunder nochmal ganz nah sein, ihn liebevoll in den Schlaf wiegen und mit ein paar Liedchen in das Land der Träume verabschieden. Wir vermitteln dem Glückskeks damit die nötige Sicherheit, um einzuschlafen. Für uns und unser Baby ist das genau richtig, was aber nicht bedeutet, dass es bei jedem Kind funktioniert. Denn jedes Kind ist individuell und was für unseres funktioniert, muss nicht unbedingt für ein anderes gelten.

Wir waren sehr geduldig, haben verschiedenste Strategien ausprobiert, um herauszufinden, was bei unserem Baby am zuverlässigsten funktioniert. Letztlich haben wir eine für uns passende Einschlafmethode gefunden.

Das wir damit nicht jedermanns Geschmack treffen, war (und ist) und dabei vollkommen egal. Das bedeutet auch nicht, dass wir unser Kind zu sehr verwöhnen. Wir geben ihm lediglich das, was er benötigt, um seine Bedürfnisse zu stillen.

Wir begleiten unser Kind so lange in den Schlaf, wie nötig.

Einfach ins Bett in einen dunklen Raum legen, womöglich noch die Tür verschließen und "einfach mal machen lassen" kam für uns nicht infrage.

 

Was ein Kind zum Einschlafen braucht

 

Unsere Kinder brauchen vor allem eins: Geborgenheit. Denn niemand kann schlafen, ohne sich wohl zu fühlen. Es ist ganz egal, wie wir unseren Nachwuchs letztlich in das Land der Träume verabschieden, solange es sich für beide Seiten gut anfühlt.

Janine

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

1 comment

  • Alexandra Kremhoff says:

    Ja ich finde es sehr gut wie ihr es macht. Ich konnte meine Kinder auch nicht einfach ins Bett legen. Klar Zähne putzen, waschen, Schlafanzug an, das sind kleine Routinen die das Kind braucht. Ich habe sie auch lange raumgetragen. Dann sind wir dahin übergegangen leise Kindermusik zuhören. Ich bin solange am Bett geblieben bis das Kind eingeschlafen ist

    Reply