Gemeinsam leichter – unser Weg zurück zu mehr Gesundheit

Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal öffentlich über mein Gewicht schreiben würde. Nicht, weil mir das Thema peinlich ist, sondern weil es sich lange nach etwas angefühlt hat, das nur mich etwas angeht. Die Zahl auf der Waage, mein Körper, mein Umgang damit - all das war für mich immer sehr persönlich.

Trotzdem möchte ich euch diesmal mitnehmen. Nicht als jemand, der bereits am Ziel angekommen ist und jetzt erklären kann, wie es richtig geht. Ich bin selbst mittendrin. Wir sind mittendrin. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum ich darüber schreiben möchte.

Denn vor einigen Wochen haben Papa Toni und ich gemeinsam angefangen, unser Leben ein Stück weit zu verändern.

Warum ich abnehmen möchte

Natürlich möchte ich Gewicht verlieren. Ich möchte mich in meinem Körper wieder wohler fühlen und wieder mehr das Gefühl haben, mich selbst zu erkennen, wenn ich in den Spiegel schaue.

Der eigentliche Grund geht für mich inzwischen aber viel tiefer.

Ich bin Mama. Mein Glückskeks ist noch klein und gleichzeitig wird mir immer bewusster, wie schnell diese Jahre vergehen. Ich möchte ihn nicht nur durch seine Kindheit begleiten, sondern auch später noch die Kraft haben, mit ihm mitzuhalten, mit ihm unterwegs zu sein, Dinge zu erleben und einfach da zu sein. Nicht aus irgendeinem Schönheitsideal heraus, sondern weil ich Verantwortung für mein eigenes Leben und damit auch für meine Zukunft übernehme.

Ich möchte nicht irgendwann zurückblicken und denken, ich hätte längst gewusst, dass ich etwas verändern muss, und trotzdem nichts getan.

Dann kam Papa Tonis Diagnose

Während ich diesen Gedanken schon länger mit mir herumgetragen hatte, bekam Papa Toni eine Diagnose, die für uns vieles verändert hat. Plötzlich war das Thema Abnehmen nicht mehr nur eine persönliche Entscheidung, sondern ganz unmittelbar mit Gesundheit verbunden. Er muss ebenfalls Gewicht verlieren und wir hoffen sehr, dass diese Veränderung seinem Körper hilft und sich dadurch vielleicht ein Eingriff vermeiden lässt.

Allein der Gedanke daran, dass es möglicherweise irgendwann nicht mehr nur im Ernährung und Gewichtsverlust geht, sondern um eine Operation und weitere medizinische Maßnahmen, hat bei uns einiges ausgelöst.

Seitdem sehen wir diese Reise anders.

Wir haben angefangen und die ersten Kilos sind weg

Seit einigen Wochen sind wir nun dabei, unseren Alltag Schritt für Schritt zu verändern. Nicht mit dem Anspruch, von heute auf morgen alles perfekt zu machen. Wir versuchen vielmehr herauszufinden, was für uns funktioniert und was sich auch langfristig mit unserem Familienleben vereinbaren lässt.

Papa Toni hat inzwischen bereits 10 Kilo abgenommen, bei mir sind es mehr als 5 Kilo.

Natürlich freue ich mich darüber. Jede Abnahme fühlt sich gut an, gerade weil hinter diesen Zahlen so viel mehr steckt als weniger Gewicht. Trotzdem möchte ich daraus keinen Wettbewerb machen und auch nicht den Eindruck vermitteln, dass eine bestimmte Zahl automatisch bedeutet, dass alles gut läuft.

Unsere Körper sind unterschiedlich, unsere Voraussetzungen sind unterschiedlich und auch die Gründe, aus denen wir diesen Weg gehen, sind nicht dieselben.

Die Realität ist kein perfekte Abnehmplan

Ich glaube nicht, dass diese Reise von jetzt an nur noch aus motivierten Tagen, gesunden Mahlzeiten und sinkenden Zahlen bestehen wird.

Es wird Tage geben, an denen es leichtfällt. Es wird aber genauso Tage geben, an denen der Alltag dazwischenkommt, die Motivation fehlt oder man sich fragt, warum man sich das eigentlich antut. Wir haben ein Kind, Arbeit, Termine und all die ganz normalen Dinge, die das Leben eben mit sich bringt. Abnehmen passiert bei uns nicht unter idealen Bedingungen, sondern mitten in genau diesem Alltag.

Deshalb möchte ich hier auch nicht nur die Erfolge zeigen. Ich möchte ehrlich erzählen, wenn es schwer wird. Wenn die Waage stagniert. Wenn wir einen Rückschritt machen. Aber eben auch dann, wenn wir uns über kleine Veränderungen freuen, die für andere vielleicht unspektakulär wirken, für uns aber bedeuten, dass wir tatsächlich etwas geschafft haben.

Ich möchte euch auf dieser Reise mitnehmen

Aus diesem Grund wird auf meinem Blog in Zukunft immer wieder Platz für dieses Thema sein.

Nicht als klassischer Abnehmblog und auch nicht mit irgendwelchen sieben Tipps, die angeblich für jeden funktionieren. Ich bin keine Expertin und möchte auch keine sein. Ich möchte einfach erzählen, wie unser Weg aussieht.

Wie es sich anfühlt, gemeinsam abzunehmen. Was sich verändert. Was uns schwerfällt. Was uns antreibt. Vielleicht auch, wie sich die eigene Wahrnehmung verändert, wenn plötzlich die ersten Kleidungsstücke lockerer sitzen und man merkt, dass man sich auf etwas eingelassen hat, das längst über eine Zahl auf der Waage hinausgeht.

Denn genau darum geht es für mich.

Nicht darum, möglichst schnell möglichst viel Gewicht zu verlieren. Sondern darum, etwas für unsere Gesundheit zu tun, solange wir selbst die Möglichkeit haben, etwas zu verändern. Ich weiß nicht, wo wir in ein paar Monaten stehen werden. Ich weiß nicht, wie lange dieser Weg dauern wird und welche Herausforderungen noch vor uns liegen.

Aber ich weiß, warum wir ihn gehen.

Für unsere Gesundheit. Für unsere Familie. Für unser Leben.

Und genau davon möchte ich euch von nun an ein Stück mitnehmen.

with love,
Janine
share on