Wenn das eigene Kind 3 wird – was sich im Mama-Herz verändert

In wenigen Tagen wird mein Sohn drei Jahre alt. Drei. Ich schreibe diese Zahl und muss selbst kurz schlucken. Mein kleiner Glückskeks ist kein Baby mehr. Kein Kleinkind im klassischen Sinn. Sondern ein eigenständiger kleiner Mensch mit Meinungen, starken Gefühlen und diesem Blick, der mich gleichzeitig zum Lachen und Weinen bringt. Wenn das eigene Kind 3 wird, passiert etwas Magisches, nicht nur im Kinderzimmer, sondern vor allem im Mama-Herz.

 

Mein Glückskeks wird groß und ich wachse mit

 

Ich erinnere mich noch genau an die Zeit, als mein Glückskeks kaum größer war als mein Unterarm. Heute rennt er durch die Wohnung, verhandelt über die Anzahl der Gummibärchen und erklärt mir sehr bestimmt, wie die Welt funktioniert.

Mit drei Jahren:

  • sprechen Kinder plötzlich ganze Sätze und manchmal Wahrheiten, die sitzen
  • zeigen sie ihren eigenen Willen (laut, klar und missverständlich)
  • brauchen sie Mama noch, aber anders als früher

Und genau das trifft mitten ins Herz.

 

Loslassen lernen, obwohl man festhalten möchte

 

Einer der größten Veränderungen, wenn das eigene Kind 3 wird: Loslassen. Nicht komplett. Nicht für immer. Aber Stück für Stück.

Mein Glückskeks möchte Dinge allein machen. Sich selbst anziehen. Allein entscheiden. Ohne meine Hilfe die Welt entdecken. Und während ich ihn voller Stolz dabei beobachte, zieht es mir gleichzeitig ein kleines bisschen das Herz zusammen.

Denn Mama sein bedeutet manchmal, stark zu lächeln, während man innerlich denkt: Wo ist nur mein Baby geblieben?

 

Das Mama-Herz wird weiter und weicher zugleich

 

Mit drei Jahren wird die Beziehung inniger und komplexer. Es gibt mehr Gespräche, mehr Nähe, mehr echte Verbindung. Mein Sohn umarmt mich und sagt "Mama, ich hab dich lieb". Und ich weiß: Dafür würde ich alles geben.

Gleichzeitig fordert mich diese Phase heraus. Trotzanfälle, große Gefühle, kleine Dramen wegen falscher Becherfarben und doch wächst mein Mama-Herz genau daran. Ich lerne geduldiger zu sein, zuzuhören statt sofort zu reagieren und meinen Sohn wirklich zu sehen.

 

Stolz, der kaum in Worte passt

 

Wenn das eigene Kind 3 wird, ist der Stolz kaum zu beschreiben. Ich bin stolz auf meinen Glückskeks, auf seine Neugier, seine Stärke, sein Lachen. Aber ich bin auch kleines bisschen stolz auf mich. Auf all die Nächte, die ich wach war. Auf all die Zweifel, die ich ausgehalten habe. Auf all die Male, an denen ich dachte, ich schaffe das nicht und es doch getan habe.

 

Drei Jahre Mama - ein leises Danke an mich selbst

 

Dieser Geburtstag gehört nicht nur meinem Sohn. Er gehört auch mir. Drei Jahre Mama sein haben mich verändert. Tiefer, weicher, stärker gemacht. Mein Herz schlägt seit drei Jahren außerhalb meines Körpers und hört doch nie auf, für diesen kleinen Menschen zu schlagen.

Mein Glückskeks, du bist mein ganzer Stolz und während du drei wirst, wächst mein Mama-Herz jeden Tag ein kleines Stück mit.

with love,
Janine
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2 comments

  • Gabriele Simms says:

    Das hast Du aber schoen geschrieben Mein Sohn ist inzwischen schon 44 - naechste Woche hat er Geburtstag In meinem Herzen ist er immer noch " mein Baby" was ich natuerlich nicht laut ausspreche Die Beziehung veraendert sich staendig, wenn die Kinde wachsen, das liegt in der Natur des Lebens.
    Ich wuensche Dir, dass Eure Beziehung in 41 Jahren immer noch so schoen und stark ist, wie heute. Bei uns ist das so und ich habe bei seiner Hochzeit obendrein noch eine Tochter hinzugewonnen

    HAPPY BIRTHDAY GLUECKSKEKS✨

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    • Janine says:

      Danke für deine wundervollen Worte :) Es ist schön zu lesen, wie du sowohl über deinen Sohn (dein Baby hihi), als auch die dazugewonnene Schwiegertochter sprichst :) Das macht mir Mut für unsere Zukunft

      Reply

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