Übernachten bei Karls: Zwei Tage Familienabenteuer im Karls Bande Hotel

Zwei Tage Karls, eine Nacht im Hotel und ein Glückskeks, der am liebsten direkt dort eingezogen wäre – so könnte man unseren kleinen Familienausflug ziemlich treffend zusammenfassen. Wir waren im Karls Bande Hotel im Erlebnis-Dorf Sachsen und hatten ehrlich gesagt ziemlich schnell das Gefühl, dass eine Nacht eigentlich viel zu wenig ist. Während wir Erwachsenen noch versucht haben, uns einen Überblick über Zimmer, Koffer und den nächsten Tag zu verschaffen, hatte der Glückskeks längst sein persönliches Highlight gefunden: das Strumpelpumpe-Hochbett.

Für ihn war damit eigentlich schon alles geklärt.

Für uns war es die Mischung aus einem schönen, großen und sauberen Familienzimmer, ganz viel Karls-Bande-Liebe in der Einrichtung und diesem schönen Gefühl, für ein paar Tage einfach mal aus dem normalen Alltag herauszukommen. Kein morgendliches „Wir müssen los“, kein Blick auf die Uhr und kein Gedanke daran, was zu Hause noch alles erledigt werden muss – stattdessen gemeinsam losziehen, entdecken, lachen und abends ziemlich müde wieder im Hotel landen.

Genau das haben wir bei unserem Aufenthalt so genossen.

 

Ein Hotelzimmer, in dem Kinderaugen leuchten

 

Das Karls Bande Hotel ist kein Hotel, in dem einfach irgendwo ein kleines Kinderbild an der Wand hängt und damit das Thema Familienhotel erledigt ist. Die komplette Gestaltung greift die Welt der Karls Bande auf und genau das merkt man schon beim ersten Blick ins Zimmer.

Die Einrichtungsgegenstände sind an die Trickfilm- und Hörspielreihe angelehnt und überall finden sich kleine Details, die zur Geschichte rund um die Karls Bande passen. Für Erwachsene ist das einfach liebevoll gestaltet, für Kinder wird das Zimmer dadurch direkt ein Teil des Erlebnisses.

Unser Zimmer war angenehm groß und vor allem richtig sauber, was für mich bei einem Familienhotel tatsächlich einen ziemlich hohen Stellenwert hat. Mit Kind kann ein Zimmer noch so toll aussehen, wenn man ständig über Taschen, Schuhe und irgendwelche mitgebrachten Spielsachen steigen muss, hält sich die Begeisterung irgendwann doch in Grenzen. Hier hatten wir ausreichend Platz und konnten uns nach dem Tag im Erlebnis-Dorf wirklich wohlfühlen.

Der Glückskeks hat sich allerdings ziemlich schnell auf einen ganz anderen Punkt konzentriert: sein Strumpelpumpe-Hochbett.

Ich hätte ihn vermutlich auch davon überzeugen können, dass wir ab sofort im Hotel wohnen und er hätte nicht lange überlegt. Er war so verliebt in dieses Hochbett, dass der eigentliche Schlafplatz beinahe zur Attraktion für sich wurde. Für ihn war es Rückzugsort, Spielplatz und Abenteuerhöhle in einem und ich musste ehrlich gesagt ein bisschen darüber schmunzeln, wie unterschiedlich wir Erwachsenen und Kinder einen Hotelaufenthalt bewerten.

Ich sehe ein großes, sauberes Zimmer.

Mein Kind sieht ein Hochbett und ist glücklich.

Fair enough.

 

Meine persönliche Entdeckung: die Regenschauerdusche

 

Während der Glückskeks sein Hochbett gefeiert hat, gab es im Badezimmer dann meinen kleinen persönlichen Hotelmoment.

Eine Regenschauerdusche!

Nach einem kompletten Tag mit Kleinkind im Erlebnis-Dorf, gefühlt hundert kleinen Abzweigungen, „Mama, guck mal!“, „Mama, komm!“ und jeder Menge neuer Eindrücke war diese Dusche für mich wirklich ein kleines Stück Urlaub.

Mehr braucht man manchmal nicht.

Ich brauche kein riesiges Wellnessprogramm und auch keinen Nachmittag im Spa. Eine gute Dusche, während das Kind zufrieden ist und man selbst für einen Moment einfach nur dastehen und den Tag abwaschen kann, hat für mich schon ziemlich viel mit Luxus zu tun.

 

Zum Frühstück ging es mit der LPG Roten Rübe

 

Am nächsten Morgen hätte man natürlich einfach aufstehen, sich anziehen und zum Frühstück laufen können.

Bei Karls wäre das allerdings irgendwie langweilig gewesen.

Unser Frühstücksweg führte uns mit dem Frühstücks-Express „LPG Rote Rübe“ durch das Erlebnis-Dorf. Für den Glückskeks war damit schon vor dem ersten Bissen Frühstück klar, dass der Morgen ziemlich gut werden würde.

Ich mag solche kleinen Extras unglaublich gerne, weil sie aus etwas Alltäglichem wie „Wir gehen frühstücken“ direkt wieder ein kleines Erlebnis machen.

Am Ziel wartete dann ein riesiges Frühstücksbuffet auf uns, bei dem wirklich jedes Herz ein bisschen höher schlagen durfte. Die Auswahl war groß, sodass wir uns ganz in Ruhe durch das Buffet probieren konnten und jeder von uns das gefunden hat, worauf er gerade Lust hatte.

Der Glückskeks natürlich mit seinem ganz eigenen Frühstücksplan. Während er vermutlich schon wieder gedanklich beim nächsten Abenteuer war, saßen wir da, haben gegessen und kurz diesen Moment genossen. Keine Brotdosen, die gepackt werden müssen, kein „Wir müssen jetzt aber wirklich los“, sondern einfach gemeinsam am Frühstückstisch sitzen und wissen: Heute wartet wieder ein ganzer Tag Karls auf uns.

 

Zwei Tage im Erlebnis-Dorf und trotzdem viel zu schnell vorbei

 

Nach dem Frühstück ging es wieder zurück ins Erlebnis-Dorf und spätestens da war klar, dass wir mit einem einzigen Tag niemals alles hätten schaffen wollen. Der Glückskeks hatte seine ganz eigenen Vorstellungen davon, welche Attraktionen auf keinen Fall ausgelassen werden dürfen. Die Maisscheune gehörte definitiv dazu, genauso wie das Traktorfahren.

Ich glaube, Fahrzeuge haben bei ihm sowieso eine gewisse Sonderstellung. Sobald irgendwo ein Traktor steht, kann man ziemlich sicher davon ausgehen, dass wir erstmal stehen bleiben. Seine Begeisterung dabei mitzuerleben, war für mich eigentlich das Schönste an den beiden Tagen.

Er fährt Traktor, strahlt über das ganze Gesicht und erzählt uns voller Stolz, was er gerade macht und wir stehen daneben und freuen uns einfach mit ihm.

Genau solche Momente meine ich, wenn ich von Familienzeit spreche.

Nicht das perfekte Foto. Nicht die Frage, wie viele Attraktionen wir geschafft haben. Nicht einmal darum, möglichst viel aus einem Besuch herauszuholen.

Es ist dieses kurze Gefühl, wenn man sein Kind anschaut und denkt: Bitte vergiss diesen Moment nicht.

Wobei natürlich klar ist, dass der Glückskeks sich später vermutlich nicht mehr daran erinnern wird, wie genau dieser eine Tag aussah. Vielleicht erinnert er sich irgendwann überhaupt nicht mehr an die Maisscheune oder daran, welchen Traktor er gefahren ist.

Wir werden uns erinnern.

Vielleicht ist das eine der schönen Aufgaben, die man als Mama und Papa bekommt: diese kleinen Kindheitsmomente für eine Weile mitzutragen, bis sie irgendwann zu unseren eigenen Erinnerungen geworden sind.

 

Karls mit Kleinkind: Für uns hat es richtig gut gepasst

 

Was uns bei Karls besonders gefallen hat, war die Mischung aus Erlebnis und Freiheit. Der Glückskeks konnte vieles selbst entdecken, ausprobieren und einfach Kind sein. Wir mussten nicht permanent von einer Attraktion zur nächsten hetzen, sondern konnten dort länger bleiben, wo es ihm gerade Spaß gemacht hat.

Gerade mit einem dreieinhalbjährigen Kind finde ich das unglaublich angenehm.

Denn Kleinkinder funktionieren nun einmal nicht nach einem perfekt durchgetakteten Tagesplan. Wenn der Traktor gerade das Größte auf der Welt ist, kann man schlecht sagen: „So, jetzt aber weiter, wir haben noch sieben andere Attraktionen auf unserer Liste.“

Also haben wir uns treiben lassen.

 

Aktuell ist Kürbiszeit bei Karls

 

Wer gerade überlegt, Karls Erlebnis-Dorf Sachsen im Herbst zu besuchen, erwischt aktuell außerdem eine richtig schöne Zeit.

Die Kürbiszeit ist gestartet und damit wird es bei Karls noch ein bisschen bunter, herbstlicher und natürlich ziemlich orange. Besonders die große Kürbis-Pyramide ist ein echter Hingucker und überall im Park gibt es noch viele weitere Kürbis- und Herbstdekorationen zu entdecken.

 

Unser Fazit zum Karls Bande Hotel und Erlebnis-Dorf Sachsen

 

Ich glaube, man merkt inzwischen ziemlich gut, dass wir von unserem Aufenthalt begeistert waren.

Das Karls Bande Hotel hat uns mit seinem großzügigen, sauberen Zimmer, den liebevollen Details aus der Karls-Bande-Welt und natürlich dem Strumpelpumpe-Hochbett beim Glückskeks überzeugt. Die Regenschauerdusche hat dafür bei Mama ordentlich Pluspunkte gesammelt und die Fahrt mit der LPG Roten Rübe zum Frühstück war für uns alle ein schöner Start in den zweiten Tag.

Am meisten bleibt bei mir aber gar nicht das Hotelzimmer oder eine bestimmte Attraktion hängen. Es ist das Bild von unserem Glückskeks, wie er mit leuchtenden Augen Traktor fährt.

Wie er durch die Maisscheune flitzt.

Wie er uns von einer Sache zur nächsten zieht und dabei so unglaublich glücklich ist.

Wir Erwachsenen können uns noch so viele Gedanken darüber machen, ob ein Ausflug sein Geld wert war, ob das Hotel schön genug ist oder ob man in zwei Tagen wirklich genug erlebt hat. Am Ende steht da dieses kleine Kind vor uns, komplett begeistert von seiner Welt, und erinnert uns daran, worum es bei solchen Familienauszeiten eigentlich geht.

Gemeinsame Zeit.

Zeit, die wir nicht zwischen Arbeit, Haushalt, Terminen und Alltag irgendwie dazwischenquetschen müssen, sondern die einfach uns gehört.

Genau dafür bin ich dankbar.

Für zwei Tage voller Abenteuer, für ein Kind, das so viel Freude daran hatte, die Welt zu entdecken, und für diese kleinen Marmeladenglasmomente, die man nicht planen kann und trotzdem irgendwann im Herzen mit nach Hause nimmt.

Der Glückskeks würde übrigens vermutlich jederzeit wieder seine Sachen packen. Vor allem, wenn das Strumpelpumpe-Hochbett wieder auf ihn wartet.

with love,
Janine
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