Halloween mit Kleinkind ist so eine Sache. Mit dreieinhalb Jahren ist der Glückskeks nämlich alt genug, um zu verstehen, dass es an Halloween irgendwie um Monster, Gespenster und Grusel geht. Gleichzeitig ist er aber auch noch klein genug, um beim Anblick einer besonders überzeugenden Spinne sehr genau zu überlegen, ob er wirklich noch weiter durch den Raum gehen möchte.
Ich finde diese Mischung herrlich.
Halloween muss für mich mit einem 3½-Jährigen deshalb auch gar nicht möglichst gruselig sein. Im Gegenteil. In diesem Alter darf Halloween bunt, lustig und ein kleines bisschen spooky sein, ohne dass danach jemand schlecht träumt.
Halloween mit 3½ Jahren: Zwischen Monster und Kuscheltier
Der Glückskeks findet Monster grundsätzlich ziemlich spannend. Hexen? Cool. Skelette? Interessant. Fledermäuse? Unbedingt. Ein Kürbis mit einem lustigen Gesicht? Perfekt.
Bei richtigem Grusel sieht die Sache allerdings schon etwas anders aus. Ich habe inzwischen gelernt, dass "Das ist doch nur Deko!" kein besonders überzeugendes Argument ist, wenn man gerade mit einem Kleinkind vor einem lebensgroßen Skelett steht.
Für uns bedeutet Halloween deshalb: Wir schauen gemeinsam, was sich gut anfühlt. Was lustig ist, darf bleiben. Was ihm Angst macht, fliegt wieder raus. Ganz einfach.
Denn auch wenn Halloween für uns Erwachsene nur ein bisschen Verkleiden und Dekorieren ist, können Monster für kleine Kinder ziemlich echt wirken.
Wie viel Grusel ist für ein Kleinkind eigentlich okay?
Eine feste Grenze gibt es natürlich nicht. Jedes Kind ist anders. Manche Kinder lieben alles, was gruselig aussieht, andere finden schon eine blinkende Kürbisdeko ziemlich suspekt. Gerade mit dreieinhalb Jahren kann sich das außerdem von einem Tag auf den anderen ändern.
Gestern noch mutig vor der riesigen Spinne gestanden und heute lieber einen großen Bogen darum gemacht? Willkommen im Kleinkindalter.
Ich versuche deshalb gar nicht, den Glückskeks an Halloween an einen bestimmten Gruselgrad heranzuführen. Er muss keine Angst überwinden und sich nicht verkleiden, wenn er nicht möchte.
Auch muss er gar nicht irgendwo mitmachen, nur weil "das eben an Halloween dazugehört".
Halloween darf Spaß machen. Das ist eigentlich schon genug.
Gruselig darf bei uns vor allem lustig sein
Für Kinder in diesem Alter finde ich lustigen Grusel viel schöner als echten Horror. Ein freundlicher Geist, ein kleiner Kürbis, eine Hexe mit lustigem Gesicht oder eine selbst gebastelte Fledermaus können spannend sein, ohne Angst zu machen.
Auch beim Verkleiden muss es nicht gleich das blutige Monster sein. Ein kleiner Zauberer, eine Fledermaus, ein Gespenst oder vielleicht einfach ein schwarzer Umhang reichen völlig.
Und falls am Ende doch lieber der Lieblingspulli getragen wird?
Dann ist das eben so!
Ich möchte nicht, dass der Glückskeks Halloween mit einem Gefühl von "Ich muss da jetzt durch" verbindet. Vielleicht ist genau das für mich der schönste Teil an Halloween mit Kleinkind: Ich darf ihm zeigen, dass Angst nichts ist, wofür man sich schämen muss.
Man darf mutig sein.
Man darf sich erschrecken.
Man darf sagen "Das ist mir zu gruselig" und man darf danach trotzdem wieder neugierig um die Ecke schauen. Mit dreieinhalb muss Halloween kein Horrorfilm sein, ein bisschen Grusel reicht völlig. Der Rest darf Kindheit sein.
In den kommenden Wochen dürft ihr euch daher über zahlreiche coole Ideen rund um Halloween mit Kleinkind freuen :)




