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Mein Herz schlug mir bis zum Hals, als wir uns dem riesigen Zirkuszelt näherten, denn davor lauerten bereits die ersten Dämonen aus der Finsternis, die nur darauf warteten, uns einen Schrei zu entlocken. Keine zwei Minuten später war ich schon umzingelt von finsteren Gestalten, die mir einen großen Schrecken einjagten. „Ich bin schwaaaaanger“ schrie ich ihnen mit einem ängstlichen Lachen zu. Schnell wichen sie von meiner Seite und hauchten dem Glückskeks unzählig viele Küsse zu, während ich die gruselige Begegnung verarbeitete. Einmal Hölle und zurück – unser Premierenabend in Berlin beim Zirkus des Horrors.

 

Zirkus des Horrors „INFERNUM“ in Berlin

 

Man muss schon ein bisschen verrückt sein, wenn man schwanger einen Besuch „in der Hölle“ plant. Schon seit Monaten freuten wir uns auf diesen Abend, vergangenen Freitag war es schließlich so weit: Der Zirkus des Horrors feierte mit seiner spektakulären Show „INFERNUM“ in Berlin Premiere. Mit gepackten Koffern machten wir uns bereits Stunden vorher auf den Weg in die Hauptstadt. Um 19.30 Uhr begann schließlich der spannende, zweistündige Trip durch die Flammen des INFERNUM. Eine der wohl außergewöhnlichsten Zirkusshows Deutschlands.

INFERNUM vereint höllisch gute Artistik, schräge Comedy und irre Freaks zu einer einzigartigen, spektakulären Show und setzt dabei neue Maßstäbe im Entertainmentbereich. (Quelle: zirkusdeshorrors.de)

Nachdem wir unsere Tickets erhalten haben, ging es durch einen dunklen Tunnel, der eine Vielzahl an Überraschungen parat hielt. Aufgrund meiner Schwangerschaft mussten die Höllenwesen jedoch ruhen und uns ohne einen Angstschrei durch das Labyrinth ziehen lassen. Auf der anderen Seite des dunklen Tunnels erwarteten uns schließlich eine Vielzahl an köstlichen Sünden. Neben frischem Popcorn gab es auch herzhafte Speisen und höllisch gute Getränke, die vor allem durch ihre rauchende Optik (und natürlich ihren Geschmack) überzeugten.

Im Anschluss wurden wir von schaurigen Geschöpfen zu unseren Sitzplätzen begleitet. Zu unserer Überraschung saßen wir in einer Gruft direkt an der Bühne. Die Artisten konnten meine Angst von diesem Platz aus deutlich riechen und nutzen diese während der Vorstellung in vollen Zügen aus.

Pünktlich um 19.30 Uhr begann die spektakuläre Show, die wahnsinnig tolle Artistik, halsbrecherische Stunts, schräge Comedy und irre Freaks zeigte. Alles, was in diesen Stunden passiert ist, geschah direkt vor unseren Augen. Angsteinflößende Stunts auf dem Rad des Todes, rasante Flugmanöver und waghalsige Luftakrobatik ließen unseren Atem stocken. Nervenkitzel bis zur letzten Minute, der buchstäblich unter die Haut ging – definitiv nichts für schwache Nerven.

 

Einmal Hölle und zurück

 

Nichts für schwache Nerven war mein persönlicher Horrormoment des Abends: Mr. Extrem. Kurt Späth (bekannt durch Das Supertalent) rammte sich während der Show mehrere Spritzen durch die Haut, unter anderem durch den Hals und seine Wangen und verlangte von mir, dass ich eine dieser Spritzen wieder herausziehe.

Schreiend hielt ich meine Hände vors Gesicht und schüttelte den Kopf. Glücklicherweise war der Gast hinter mir nicht ganz so angeekelt von der Situation und zog eine der Spritzen mit großer Begeisterung heraus.

Doch wer dachte, DAS wäre schon ekelig, sollte die nachfolgende Zeile überfliegen, denn nach den Spritzen hämmerte er sich Nägel in die Nase. Aus jeder Ecke des Zeltes ertönten entsetzte Schreie, die wenig später zu einem tosenden Applaus wurden. Weitere extreme Minuten folgten.

Keine Frage, einer der wohl krassesten Auftritte, die ich je gesehen habe. Zeitgleich aber auch mein ganz persönlicher Horror-Moment während der Vorstellung.

Nach mehr als zwei Stunden Horror, Akrobatik, Witz und Freaks endete die Show mit einem atemberaubenden Finale. Die Feuershow hat mich völlig aus den Socken gerissen und die spektakuläre Show „INFERNUM“ mit einem absolut sehenswerten Knall beendet. Minutenlang standen wir da und applaudierten den Artisten und Akteuren zu. Mit einem glücklichen, aber noch immer leicht eingeschüchterten Lächeln verließen wir anschließend den Zirkus des Horrors und versprachen, dass dies gewiss nicht unser letzter Besuch war.

Der Zirkus des Horrors hat uns in eine völlig andere Welt versetzt, mit unseren Ängsten und Gefühlen gespielt und dabei eine Geschichte erzählt, die authentisch und auf ganz besondere Weise wiedergegeben wurde.

Mal abgesehen von der Show, haben mich auch die Akteure vor dem Zirkuszelt beeindruckt. Immer wieder wurde sich nach meinem Gesundheitszustand und dem Baby erkundigt. Dem Glückskeks wurden Küsschen zugeworfen, erschreckt wurde ich nur mit einem zarten „Buh“ und mit Vorankündigung – toll!

Noch bis 06.November 2022 könnt ihr euch die Show in Berlin anschauen. Tickets gibt es im Online-Ticketshop, an allen bekannten RESERVIX-Vorverkaufsstellen sowie ab dem ersten Gastspieltag an den Zirkuskassen auf dem Festplatz. Es lohnt sich!

Janine & Baby Glückskeks