„Schatz? Wir haben da ein kleines großes Problem“. Nervös sah ich meinen Partner an und kratze mich am Kopf. Mit leiser Stimme versuchte ich ihn zu verklickern das sich Ameisen in unser Esszimmer verirrt haben. Schon Tage vorher hatten wir das Problem Ameisen im Haus erfolgreich gemeistert, nun krabbelte es plötzlich und unerwartet auch in einem anderen Zimmer. Zwar zählen Ameisen nicht zu den Schädlingen, im Garten oder Haus können sie jedoch lästig werden. Wie wir die Plage eindämmen konnten und welche Tricks aus dem Internet wirklich gegen Ameisen im Haus helfen verraten wir euch jetzt.

 

Ameisenplage – Wie kommen Ameisen in die Wohnung?

 

Erst vor wenigen Tagen hatten wir unseren ersten direkten Kontakt zu den Hautflüglern und waren zunächst völlig überfordert. Das Nest lag außerhalb des Hauses, die Ameisenstraße führte jedoch schnurstracks in die Katzenaußenanlage. Von dort aus verirrten sich eine Vielzahl an Ameisen in unser Eigenheim. Im Nu griffen wir zu den Smartphones und suchten nach Hausmitteln gegen Ameisen. Schnell stießen wir auf eine Vielzahl an Antworten, die wir allesamt der Reihe nach ausprobiert haben. Gegen Ameisen sollen etwa stark duftende Substanzen wie Knoblauch, Zimtpulver, Lavendel, Nelken, Wacholder, Thymian, Kerbel, Majoran und Zitrone sowie Essig oder ätherische Öle helfen.

Kräftige Gerüche sollen Ameisen vertreiben, denn sie stören ihren Orientierungssinn.

Überraschenderweise hat der Knoblauch-Tipp einen kleinen Erfolg erzielt. Hierfür muss man ein paar Knoblauchzehen zerreiben und in einen Topf mit Wasser geben den man dann mindestens 24 Stunden stehen lässt. Danach erwärmt man das Wasser vorsichtig und füllt es im Anschluss in eine Sprühflasche. Anschließend behandelt man die betroffenen Stellen damit.

 

 

Ameisen im Haus – was du jetzt tun kannst!

 

Nachdem die erste Ameisenplage überwunden war und das Problem mithilfe von Knoblauch und einem speziellen Ameisenköder eingedämmt werden konnte, hatten wir einige Tage Ruhe.

Eines Abends nahm ich plötzlich eine Ameise im Esszimmer wahr. Schulterzuckend schnappte ich mir ein Blatt Papier und brachte sie nach draußen. Erst einige Minuten später erkannte ich, dass sich noch eine Vielzahl weiterer Ameisen im Haus unterwegs waren.

Doch was tun?

Ganz klar vorbeugen!

Zuallererst sollte man natürlich herausfinden wie die Ameisen ins Haus gekommen sind. Schon kleine Fugen oder Spalten reichen den Hautflüglern aus. Diese sollte man mit Silikon verschließen. Des Weiteren empfiehlt es sich Essensreste umgehen zu beseitigen und Krümel regelmäßig wegzusaugen. Fressnäpfe für Tiere mit Futterresten sollte man nur im Bedarfsfall stehen lassen, denn sie locken Ameisen regelrecht an. Außerdem hilft Folgendes:

  • Lebensmittel im Kühlschrank verschlossen lagern
  • Abfälle in dicht schließbaren Behältern sammeln
  • organischen Abfall täglich aus der Wohnung entfernen

Hilft das alles nicht sollte man sofort handeln, statt abzuwarten. Oftmals reicht beispielsweise schon eine klebende Barriere an Fenstern, Türen oder auf Regalen die den Ameisen den Zugang blockieren. Auch duftende Kräuter auf der Ameisenstraße können wahre Wunder bewirken. Sie stören den guten Orientierungssinn der Ameisen.

Das wohl bekannteste Hausmittel gegen Ameisen im Haus ist aber Backpulver mit Zucker. Die Ameisen werden davon regelrecht angelockt und sterben nach dem Fressen.

 

Ameisen mit Hausmitteln bekämpfen

 

In unserem Fall hat das Verschließen einer Fuge vollkommen ausgereicht. Die Ameisen kamen seither nicht mehr ins Haus. Noch mitten in der Nacht griffen wir auf sogenanntes Bausilikon zurück und hofften auf ein schnelles Wunder. Zwar fanden wir am nächsten Morgen vereinzelt noch ein paar Ameisen vor, diese waren aber kaum der Rede wert.

Janine