Brauchen Babys Krabbelgruppen oder sind sie die reinste Zeitverschwendung?

Unsere Lieblinge kommen zur Welt und bringen alles mit, was sie brauchen, um heranzuwachsen. Sie brauchen in dieser Phase vor allem eine liebevolle Begleitung und Menschen um sich herum, die angemessen auf ihre Bedürfnisse eingehen. Vorrangig ist im ersten Lebensjahr demzufolge die Verbindung zu den wichtigsten Bezugspersonen. Trotz allem war uns wichtig, dass unser Glückskeks schon früh Kontakt zu Gleichaltrigen aufnehmen kann. Denn dieser Kontakt fördert bereits im Babyalter die Entwicklung des Kindes. Aufgrund dessen haben wir uns für den Besuch einer Spiel- und Krabbelgruppe entschieden, die wir seit seinem 7. Lebensmonat wöchentlich besuchen.

 

Frühförderung von Babys - Erste Kontaktaufnahme

 

Zugegeben, anfangs konnte er natürlich noch nicht wirklich viel mit anderen Kleinkindern anfangen. Das heißt aber nicht, dass er keine Freude an den Besuchen hatte. Ganz im Gegenteil. Neugierig beobachtete er das Geschehen in den Räumlichkeiten und nahm immer wieder Blickkontakt zu den anderen Kindern im Raum auf. Etwas später fing er außerdem an sich ihnen zuzuwenden und nach ihnen zu greifen. Kinder in diesem Alter erforschen dadurch das andere kleine Wesen und schauen sich vielleicht das ein oder andere von Gleichaltrigen ab und ahmen sie auch nach.

 

Letzteres konnten wir bereits nach unserem ersten Besuch in der Spiel- und Krabbelgruppe wahrnehmen, denn der Glückskeks hat den ganzen Tag über gebrabbelt und über beide Ohren gestrahlt. So hatten wir unser Folgewunder bisher noch nicht erlebt.

 

Regelmäßige Spieltreffen können für unser Baby eine tolle Bereicherung sein

 

Inzwischen besuchen wir die Krabbelgruppe, die hier zweimal wöchentlich stattfindet und von Müttern geführt wird, seit knapp 7 Monaten und möchten die regelmäßigen Spieltreffen keineswegs mehr missen. Schnell konnten wir feststellen, dass der Glückskeks die "Kontaktbörse für Kleine" unglaublich gerne mag. Durch die vielen Beobachtungen hat er bereits allerhand nachgeahmt und viele soziale Erfahrungen sammeln können. Dabei ist natürlich nicht jeder Besuch gleich, schließlich wechseln die Spielkameraden regelmäßig. Auch gab es schon das ein oder andere Tränchen, was beim gemeinsamen Spielen zustande kam. Schuld waren aber keine Rangeleien untereinander, sondern vielmehr knutschende Mädels.

 

Wissenswertes zur Krabbelgruppe

 

Wo trifft man sich eigentlich?

In unserem Fall wird von einem Kultur- und Freizeitzentrum ein Raum zur Verfügung gestellt, den wir kostenfrei nutzen können. Jeden Dienstag und Donnerstag treffen wir uns zum gemeinsamen Spielen. Der Raum ist mit einem weichen Teppich und allerhand Spielzeug ausgestattet. Neben einer tollen Kinderküche mit Zubehör, gibt es auch Puppenspielzeug, Sensorikflaschen für die Jüngsten, Musikinstrumente und Bücher, sowie Kletter- und Rückzugsmöglichkeiten für die größeren Kids. Für jedes Alter ist etwas Passendes dabei. Des Weiteren steht ein Sofa zum Verweilen und ein Wickeltisch samt Wickelzubehör zur Verfügung.

 

Wie lange wird gespielt?

Auch das ist von Krabbelgruppe zu Krabbelgruppe unterschiedlich. Wir treffen uns ein bis zweimal pro Woche und verbringen jeweils zwei bis drei Stunden miteinander. Unsere Gruppe ist offen und für jedermann zugängig. Das heißt, man kann jederzeit ein- bzw. aussteigen. Es handelt sich also nicht um eine Art Kurs, sondern vielmehr um einen offenen Spieltreff.

 

Ab welchem Alter ist eine Spielgruppe sinnvoll?

Je nach Kurskonzept (unter dem Begriff Krabbelguppe sammeln sich unterschiedliche Kurskonzepte) gibt es unterschiedliche Altersvorgaben. In vielen Fällen werden die Gruppe für Babys ab 9 Monaten angeboten. Aber auch für jüngere oder ältere Kinder gibt es Kurse.

Das Freizeitangebot unserer Spiel- und Krabbelgruppe kann bereits ab den ersten Lebensmonaten genutzt werden. Wir haben Kinder dabei, die noch kein halbes Jahr alt sind, aber auch größere Kids, die bereits das erste Lebensjahr überschritten haben.

 

Kostet die Teilnahme an einer Krabbelgruppe etwas?

Ob eine Krabbelgruppe etwas kostet, ist abhängig vom Anbieter.

 

 

Brauchen Babys Krabbelgruppen oder sind sie die reinste Zeitverschwendung?

 

Tja, nun stellen wir uns die wohl interessanteste Frage: brauchen Babys Krabbelgruppen oder sind sie die reinste Zeitverschwendung?

Ich für meinen Teil empfinde die wöchentlichen Spieltreffen als große Bereicherung. Die Kontaktaufnahme zu anderen Kindern hat meinem Sohn sehr gutgetan (und tut es auch immer noch). Auch der Austausch zwischen uns als Eltern ist etwas, was ich sehr schätze und dankend annehme. Natürlich kann man keine pädagogischen Ansätze erwarten, da unsere Treffen ist Selbstorganisation stattfinden und es kein Konzept gibt. Es wird einfach gemeinsam gespielt, wodurch wir jedoch eine Förderung der Selbstständigkeit wahrnehmen konnten.

Anfangs hatte ich total Angst, dass die Eltern einander anstacheln würden mit dem "Können" der Kleinen. Das war glücklicherweise bisher nicht der Fall, stattdessen wird sich gemeinsam über jede neue Fähigkeit gefreut. Unsere Gruppe ist sehr harmonisch und demnach ein wahrer Glücksgriff.

Besonders gut gefällt mir übrigens, dass inzwischen auch Männer an der Gruppe teilnehmen. Anfangs war nur Papa Toni mit dabei, mittlerweile lernen wir immer häufiger die Papas zu den Kleinen kennen.

Der Kontakt zu Gleichaltrigen, ohne übergreifendes Konzept ist genau das, was wir uns für unseren Glückskeks gewünscht haben!

Janine

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4 comments

  • Alexandra Kremhoff says:

    Ich bin total überzeugt das es für Babys und Kleinkinder sehr wichtig ist
    Genau wie später auch der Kindergarten

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    • Janine says:

      Absolut so sehe ich das auch :)

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  • ManuelaBe says:

    Ich war mit beiden Kindern in Krabbelgruppen und beide haben davon profitiert. Meine Kinder sind mittlerweile 30 und 26 Jahre alt und mein Sohn hat vor kurzem mit einem Krabbelgruppenfreund den 30. Geburtstag gefeiert und die beste Freundin meiner Tochter stammt aus den Krabbelgruppentagen. Ich kann also Krabbelgruppen nur empfehlen, meine Kinder haben da Freunde fürs Leben gefunden.

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    • Janine says:

      Das ist ja toll :) Schön das daraus solche Freundschaften entstehen können :)

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