Diättrends – führen Diäten zum Erfolg?

13. September 2018Calista
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Gastbeitrag/ Diäten sind keine Erfindung der heutigen Zeit. Auch wenn heute Diäten wortwörtlich in aller Munde sind und fast jeder schon einmal etwas in der Richtung ausprobiert hat, gibt es den Trend, seine Ernährungs- und Lebensweise auf bestimmten Grundsätzen aufzubauen, schon lange. Schon vor vielen Jahrhunderten haben Menschen versucht, ihr Gewicht durch Hungern, das Trinken von Essig oder den Verzehr einer Grapefruit zu jeder Mahlzeit, zu reduzieren. Wir kennen heute Diäten wie FDH (also friss die Hälfte), Shakes zur Gewichtsreduktion, die Kohlsuppendiät oder die nach wie vor beliebte Low Carb Diät.

Diäten – Vorsicht vor einseitiger Ernährung

Viele Diäten haben einen ganz großen Nachteil: Sie sind zu einseitig, um optimal zu funktionieren. Bei einigen Diäten werden nur bestimmte Lebensmittel oder bestimmte Speisen gegessen. Ein Beispiel hierfür ist die in den letzten Jahren beliebte Kohlsuppendiät. Hier isst man für einige Zeit nur Kohlsuppe und soll dadurch Gewicht verlieren. Nebenwirkungen wie Blähungen werden in Kauf genommen. In letzter Zeit werden zudem kohlenhydratarme Diäten immer mehr zum Trend. Dazu gehören neben der Low Carb Diät auch die ketogene Diät und Paleo. Bei Low Carb wird darauf geachtet, den Verzehr von Kohlenhydraten wie Nudeln, Reis, Kartoffeln und Brot einzuschränken. Bei Paleo wird versucht, die Ernährung unserer Vorfahren aus der Steinzeit nachzuahmen.

Gegessen wird nur, was es damals auch gab. Nüsse, Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch stehen auf dem Speiseplan. Verarbeitete Lebensmittel wie Milch- und Getreideprodukte werden dagegen gemieden. Bei der ketogenen Diät setzt man auf eher fettreiche Lebensmittel wie Käse, Fleisch, Eier und Fisch. Auf kohlenhydrathaltige Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Getreide und Obst wird weitgehend verzichtet. Es gibt Hinweise darauf, dass das Abnehmen mit einer eiweißreichen Ernährung schneller funktioniert und weniger Muskelmasse verloren geht.

Abnehmen mit Drinks und Shakes

Formula-Diäten gehören ebenfalls zu den Trends der letzten Jahre. Hier werden ein bis drei Mahlzeiten am Tag durch einen Shake oder Drink ersetzt. In der Regel erhält man hier ein Pulver, das man in der vorgegebenen Menge mit Wasser oder Milch mischt. Das Pulver ist so konzipiert, dass man damit eine Mahlzeit ersetzen kann und dennoch den Bedarf an  Mineralstoffen, Vitaminen und essenziellen Aminosäuren deckt. Formula-Diäten bergen die Gefahr, dass es danach zu einem JoJo-Effekt kommt, denn für immer kann und sollte man sich natürlich nicht von Shakes ernähren. Um das zu vermeiden, muss nach der gewünschten Abnahme eine langsame Ernährungsumstellung erfolgen. Formula-Diäten sind vor allem für stark Übergewichtige geeignet, um das Abnehmen zu initiieren und für Motivation zu sorgen. Um den Verlust an Muskelmasse gering zu halten, sollte man bei dieser Art der Diät Kraftsport betreiben. Im Idealfall lassen sich stark Übergewichtige bei einer Formula-Diät ärztlich begleiten.

Wie gefährlich sind Diäten?

Nicht alle Diäten führen durch einseitige Lebensmittelauswahl dazu, dass man zu wenige Nährstoffe aufnimmt und einen Nährstoffmangel erleidet. Einige Diäten sind durchaus ausgewogen und basieren auf einer breiten Lebensmittelauswahl. So unterschiedlich Diäten auf den ersten Blick sein mögen, in erster Linie wird bei allen das Ziel einer Gewichtsreduktion durch eine verringerte Kalorienaufnahme erreicht. Gefährlich wird es dann, wenn sich junge Menschen entscheiden, zu hungern. Auf Instagram gab es eine Cinderella-Challenge, an welcher sich vor allem junge Mädchen beteiligten. Ziel war ein möglichst niedriger BMI. Studien weisen allerdings darauf hin, dass vor allem Frauen, die als junges Mädchen eine Diät gemacht haben, ein höheres Risiko für Probleme mit Alkohol und Essen im späteren Leben haben.

Langfristig gesund abnehmen – geht das?

Langfristig abnehmen und dabei gesund bleiben ohne Risiko eines Nährstoffmangels – das geht auf jeden Fall. Die Kalorienaufnahme langfristig zu reduzieren, kann sich sogar positiv auf die Lebenserwartung und das Risiko, an degenerativen Krankheiten wie Alzheimer zu erkranken, auswirken. Aber der Reihe nach. Orientieren kann man sich beispielsweise an den Empfehlungen der DGE (deutsche Gesellschaft für Ernährung). Diese gibt an, wie viel Sie von den einzelnen Lebensmittelgruppen essen sollten. Hauptsächlich werden Gemüse, Obst und Getreide (Vollkorn)
sowie Kartoffeln empfohlen. In Maßen kommen Fette, tierische Produkte und Süßes hinzu. Als besonders förderlich für Gesundheit und Wohlbefinden hat sich die Mittelmeerdiät mit viel Gemüse, Obst und Fisch erwiesen. Eine auf einer ausgewogenen Speisenzusammenstellung basierende Ernährungsweise kann man – anders als viele Diäten – ein Leben lang durchführen. Um abzunehmen ist es auch hier wichtig, weniger Energie aufzunehmen als man verbraucht. Regelmäßige Bewegung hilft dabei, den Kalorienverbrauch zu erhöhen und fördert die Gesundheit
zusätzlich. Zudem kommt es auf eine langsame Gewichtsreduktion an, wenn man nicht in alte Verhaltensmuster zurückfallen möchte.

*Gastbeitrag

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