Der Einzug einer neuen Katze ist immer mit sehr viel Vorfreude verbunden. Doch um die Ankunft des Kätzchens so angenehm wie möglich zu gestalten, sollte diese ruhig und planmäßig ablaufen. Ein Kitten zieht ein – worauf Du dabei achten musst, erfährst Du hier.

Vor wenigen Wochen war es so weit, unser Katzenbaby Mika zog ein. Unser Kätzchen hatte das große Glück, dass es die ganze Zeit über mit seiner Mutter und seinen Geschwistern zusammen sein durfte und dadurch eine angemessene Sozialisierung durchleben konnte. Im Allgemeinen sollte man Kitten nicht vor seiner zwölften Lebenswoche von der Mutter trennen. Diese Geduld kann sich auszahlen, denn die jungen Katzen entwickeln dadurch ein besonders selbstbewusstes und freundliches Wesen und zeigen weniger Verhaltensauffälligkeiten.

 

Erstausstattung Katzen-Baby: Was braucht Dein Kitten wirklich?

 

Um Mika die Ankunft in seinem neuen Zuhause so angenehm wie möglich zu gestalten, haben wir im Vorfeld bereits die Grundausstattung eines Katzenbabys besorgt. Doch welche Ausrüstung sollte vorhanden sein?

  • Katzentoilette 
    Der wichtigste Punkt der Grundausstattung ist die Katzentoilette. Hier gilt die Faustregel: je Katze ein Klo zusätzlich. D.h. bei zwei Katzen sollten mindestens 3 Katzenklos vorhanden sein. Für ein Katzenbaby genügt ein etwas kleineres Modell, in das es leicht hineinklettern kann.

 

  • Einstreu
    Der Umzug ins neue Heim ist für das Kitten mit viel Stress verbunden. Um dem Kätzchen die Eingewöhnung zu erleichtern, sollte man die ersten Tage das Einstreu, welches das Kitten vom Vorbesitzer kennt verwenden.

 

  • Futternapf & Wasserstelle
    Der Wassernapf sollte möglichst nicht direkt neben dem Futternapf stehen. Wir haben in mehreren Räumen Trinkbrunnen für Katzen stehen, die unsere Samtpfoten zum Trinken anregen.

 

  • Artgerechtes Futter
    Viele Hersteller bieten spezielle Junior-Kost an, die optimal auf den jungen Organismus abgestimmt ist. Der kleine Katzenmagen braucht übrigens zunächst lediglich vier bis fünf kleine Mahlzeiten täglich.

 

  • Komfort und Spiel
    Samtpfoten schlafen viel, weshalb dem Katzenbett besondere Aufmerksamkeit gelten sollte. Katzen bevorzugen oft Schlafstellen, in die sie sich ganz zurückziehen können. Dafür eignen sich etwa sogenannte Katzenhöhlen, oder zumindest Schlafplätze, die einen etwas hochgezogenen Rand haben. Wichtig ist zudem ein Kratzbaum im Katzenhaushalt, an dem sich die Samtpfoten ihre Krallen wetzen können. Wir haben in jedem Zimmer einen XXXL- Kratzbaum und zusätzlich viele Kratzmöglichkeiten in Form von Kratzpappen.Zusätzlich darf natürlich Spielzeug in den unterschiedlichsten Varianten nicht fehlen. Klassiker sind Bällchen, Spielzeug mit Katzenminze oder Baldrian gefüllt, sowie Katzenangeln und Federwedel. Das Wichtigste für die Katze ist dabei aber der Mensch, der mit ihr spielt.

 

Ebenfalls wichtig sind Hygieneartikel und Pflegeutensilien wie:
  • Floh- und Zeckenmittel
  • Fellbürste oder Kamm
  • Katzenstreuschaufel
  • Katzengras
  • Katzentransportbox
  • evtl Gitter für Kippfenster
  • spezielle Netzsysteme, mit denen sich der Balkon katzensicher gestalten lässt
  • Sicherrungen für den Fensterrahmen

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Ein Kitten zieht ein – die ersten Tage

 

Bevor wir Mika abgeholt haben, wurde zu Hause alles für den Neuankömmling vorbereitet. Während der kurzen Autofahrt schlugen unsere Herzen schneller und die Vorfreude auf die kleine Samtpfote stieg rasant an. Vor Ort konnten wir ihn sofort in Empfang nehmen und erfreuten uns an seinem Anblick. Schon Wochen vorher durften wir dem kleinen Mann einen ersten Besuch abstatten und haben uns dabei sofort in sein freches Gesicht verliebt.

Die Heimfahrt hat er sehr entspannt gemeistert. Ein kurzes „Miau“ später waren wir auch schon im neuen zu Hause angekommen und konnten unseren unserer Katzengruppe das Kitten vorstellen.

Beim Thema Katzenzusammenführung scheiden sich im Übrigen die Geister. Wir handhaben das grundsätzlich immer gleich und haben damit nur gute Erfahrungen gemacht:  Für die Zusammenführung nehmen wir grundsätzlich immer Urlaub, um keinem Zeitdruck ausgesetzt zu sein. Auch setzen wir auf einen ersten Geruchskontakt, indem wir die Transportbox mit einer Kuscheldecke von unseren bereits vorhandenen Katzen ausgefüllt haben.

Empfohlen wird eine räumliche Trennung, sowie eine sogenannte Schutzzone, die den Katzen die Katzenzusammenführung erleichtern soll.

Inzwischen lebt Mika seit einigen Wochen bei uns und hat sich vollständig in den Mehrkatzenhaushalt integriert. Während der Zusammenführung haben wir uns bewusst neutral verhalten und alle Katzen mit gleicher Aufmerksamkeit behandelt. Dass eine gegenseitige Zuneigung vorhanden ist, haben wir bereits nach wenigen Tagen wahrnehmen dürfen. Denn es wird seitdem ausgiebig zusammen gespielt und einander geputzt. Auch kuscheln Chaley und Mika gerne auf dem Kratzbaum und scheinen schnell eine tiefe Freundschaft zueinander aufgebaut zu haben.

Dieses Verhalten ist aber nicht selbstverständlich. Eine harmonische Zusammenführung der Katzen kann, je nach Charakter, einige Wochen oder sogar Monate dauern.

Janine