Jährlich werden etwa hunderttausend Katzen vermisst und oftmals erfahren ihre Halter nie, was mit ihnen geschehen ist. Bereits ein offenes Fenster reicht und schon ist das Haustier verschwunden. Doch wie geht man mit einer solchen Situation um und was kann man tun, wenn das Haustier verschwunden ist?

Vor gut 8 Jahren war ich lediglich 30 Minuten außer Haus. Ein paar Kleinigkeiten einkaufen um das Wochenende in Ruhe genießen zu können. Kaum daheim angekommen dann der Schock: die Wohnungstür ist offen. Wie von einer Biene gestochen bin ich durch die Zimmer gerannt und habe verzweifelt nach meinen Katzen gesucht. Sowohl Chaley als auch Nelé waren spurlos verschwunden. Katze weg! Weinend durchforstete ich jedes noch so winzige Eck und brach innerlich regelrecht zusammen. Was war passiert? Wo sind meine Katzen? Leben sie noch?

Mit Tränen auf den Wangen lief ich durch den Hausflur und rief ihre Namen. Kein Ton! Nichts!

Was in meinem Fall zum Glück ein Happy End fand, endet für viele mit Ungewissheit. Mehr als 300.000 Hunde und Katzen entlaufen jährlich, aber auch zahllose Vögel oder Kaninchen büxen aus. Einige von ihnen finden nach kurzer Zeit allein zurück, andere erst nach langer Suche. Es ist schwer, seinen tierischen Kumpel stets im Blick zu haben. Selbst wenn wir noch so gut aufpassen, kann es passieren, dass er verschwindet.

 

Katze weg – Was tun, wenn das Haustier verschwunden ist?

 

Zuerst sollte überprüft werden, ob sich der Vierbeiner nicht in einem Zimmer oder an einem ruhigen Ort in der Wohnung versteckt hat. Ist das Tier nicht vorzufinden, sollte in der direkten Umgebung gesucht werden.

Hierbei ist es ratsam den Namen des Tieres zu rufen oder bekannte Lockrufe zu verwenden. Endet die Suche auch in diesem Fall erfolglos, kann man die Nachbarn schließlich noch bitten, in Kellern, Garagen und Treppenhäusern nachzusehen.

WICHTIG: Tier registrieren! Name, Aussehen, besondere Kennzeichen, Chip-Nummer, Wohnort – wer diese Angaben bei Organisationen wie Tasso e.V., Tiermeldezentrale oder Findefix hinterlegt, hat für den Fall bestens vorgesorgt. Der Service ist kostenlos und in Notfällen helfen die Mitarbeiter mit Suchplakaten und Anzeigen.

Anschließend/ währenddessen sollten dringend die umliegenden Tierärzte und Tierheime benachrichtigt werden. Hier gibt es die Möglichkeit, einen Steckbrief des verschwundenen Vierbeiners anzufertigen und zu hinterlassen.

Auch die Einbindung sozialer Netzwerke kann bei der Suche hilfreich sein.

Hunde und Katzen verfügen über einen sehr guten Orientierungssinn und finden in vielen Fällen selbst wieder nach Hause. Dennoch sollte man Vorkehrungen treffen, damit man das Tier im Fall der Fälle umgehen wieder zurückbekommt. Ein Chip mit einem Strichcode kann beispielsweise mittels Injektion vom Tierarzt eingesetzt werden. In Österreich ist dieser Eingriff für alle Hunde ab dem 3. Lebensmonat mittlerweile Pflicht. Die Tiere können damit eindeutig identifiziert und zugeordnet werden.

Auch empfiehlt es sich eine Patrone mit der eigenen Telefonnummer am Halsband des Vierbeiners anzubringen. Auf Halsbänder, die eine Kennzeichnung der Katze oder des Besitzers beinhalten, sollte man hingegen verzichten. Katzen können damit an Zäunen o.ä. hängen bleiben und sich strangulieren. Auch hier empfiehlt es sich der Katze einen Chip zu implementieren und sie zu registrieren.

Janine