Fragend guckt er mich an und senkt dabei seinen Kopf zur Seite. Immer wieder zucken seine Schnurrhaare, während ich ihn lächelnd zuzwinker. Trotz aller Vorfreude auf den ungeplanten Neustart, schmerzt es schon jetzt, meine Vierbeiner so verunsichert zu sehen.

Es ist nicht unser erster gemeinsamer Umzug, dennoch stellt jeder Wohnortwechsel für meine Katzen eine enorme Herausforderung dar. Denn Katzen sind sehr treu, vor allem was ihr Revier angeht. Demzufolge verlassen sie nur ungern ihre gewohnte Umgebung. Besonders hart trifft es aber sensible und ängstliche Samtpfoten. Für sie stellt sich der Trubel oft als bedrohlich dar. Bekannte Dinge verschwinden Stück für Stück, das Revier sieht jeden Tag anders aus und die Menschen sind aufgeregt. Zudem hat niemand Zeit zum Spielen und Schmusen.

 

Was sollte ich beim Umziehen mit der Katze beachten?

 

Um auch der Katze den Umzug so „angenehm“ wie nur möglich zu gestalten, sollte man den Zeitpunkt des Umzugs so planen, dass wir anschließend viel Zeit für unsere Samtpfote haben. Etwa um sie zu trösten und abzulenken. Optimal wäre es auch, wenn sie im neuen Zuhause alles so vorfinden würden, wie bisher. Futternapf in der Küche, Klo im Bad, Trinkschale im Flur, einen gesicherten Balkon und anderes mehr. Plant man schon vor dem Wohnungswechsel solche Details, quartiert man die Vierbeiner problemlos um.

 

ACHTUNG: Auch wenn die Verlockung groß ist den alten Kratzbaum gegen einen neuen einzutauschen – tut es nicht! Der alte Kratzbaum schafft in der neuen Wohnung ein Gefühl von Vertrautheit!

 

Seit ich die Kartons mit Kleinigkeiten bestücke, beobachte ich zunehmend, wie meine Samptfoten die Zeit nutzen und sich in den Kartons verstecken. Kleine Spielereien zwischendurch sind seither Pflicht, denn nur so schaffe ich es, ihnen die Angst davor zu nehmen und Sicherheit zu schenken.

Demzufolge steht auch die Transportbox schon seit geraumer Zeit offen im Raum, sodass sich sowohl Chaley als auch Salome jederzeit zurückziehen kann. Eine tolle Übung, die auch enorm wichtig für Tierarztbesuche ist.

 

Mit Katzen umziehen – Der Umzugstag

 

Da ist er also, der große Tag. Um die Katzen vor dem Trubel zu schützen, „parke“ ich sie in der Zwischenzeit in einem eigenen Ruheraum. Hier bringe ich alles Katzenwichtige unter, sodass meine Samtpfoten in dieser Zeit alles haben, was sie benötigen. Das hat im Übrigen auch den Vorteil, dass ihre Utensilien alle komplett sind, zuletzt ins Auto kommen und daher auch als Erstes wieder zur Hand sind.

Im neuen Zuhause werden die Samtpfoten wieder mit sämtlichem Zubehör in ein separates Zimmer gesperrt. Zumindest so lange, bis alles ausgeladen ist. Da meine Katzen sehr neugierig sind, dürfen sie, wenn die Haustüre geschlossen ist, alles erkunden. Zudem dürfen meine Katzen dann zusehen, wohin ich ihre Sachen räume.

 

Checkliste für den Umzug mit Katze

 

  • Fastentag einlegen: Am Tag des Umzugs sollte die Katze nur sparsam gefüttert werden. Das gilt natürlich nicht bei langen Umzugsreisen
  • Ruhe und Geduld: Besonders nach einer langen Autofahrt sollte zunächst ein Rückzugsort vorbereitet werden, in dem sich die Katze akklimatisieren kann.
  • Einrichtung: Die Möbel (wenn möglich) ähnlich wie in der alten Wohnung arrangieren, um der Katze bekannte Anhaltspunkte zur Orientierung zu geben.
  • Gesellschaft: Die Katze in den ersten Tagen so wenig wie möglich allein lassen. Schmusen und Spielen ist in dieser Zeit PFLICHT!
  • Vertrautes Inventar: Wenn möglich dafür sorgen, dass alle Utensilien der Katze den Umzug mitmachen. Die Katze benötigt unbedingt die vertrauten Gegenstände und Gerüche.
  • Vorräte anlegen: Stets dafür sorgen, dass Futter und Katzenstreu bereitsteht.

Ein Umzug kann für positive Veränderungen sorgen, zeitgleich aber auch Chaos hinterlassen. Demnach ist es umso wichtiger, dass wir uns trotz Stress Zeit für unsere Tiere nehmen.

Janine

Mit Katzen umziehen – habt ihr Erfahrungen damit?