„Miau…maaaiiiuuu…miau!“ Auffordernd sitzt er neben mir und starrt begeistert auf sein Spielzeug. Feucht, zerkaut und ein bisschen verloren liegt die Maus auf meinem Kopfkissen und wartet auf den nächsten Pfotenhieb. Schon morgens ist Nero kaum zu bremsen. Waren es vor Wochen noch kleine farbige Bälle aus Filz, sind es heute große graue Stoffmäuse die ihn durch den Tag begleiten.

Seit Neros Einzug im November vergangenen Jahres hat sich sehr viel getan in unseren heimischen vier Wänden. Ausschlafen gibt es seither nicht mehr, zumindest wenn es nach Neros Nase geht. Denn der Jungspund hat noch ordentlich Hummeln im Hintern und verbringt seine Zeit am liebsten mit Spielen. Um ihn bei Laune zu halten, fertige ich seither regelmäßig die unterschiedlichsten Spielzeuge an. Hierfür greife ich auf leere Klopapierrollen, Naturmaterialien und ein bisschen Heißkleber zurück. Binnen kürzester Zeit entstehen so tolle Fummelbretter für Samtpfoten, die großen Spaß bereiten. Zumindest für den Moment.

 

 

Katzenspielzeug selber machen

 

Fummelbrett aus Klopapierrollen – das brauchen wir:

  • eine Holzplatte
  • viele leere Klopapierrollen
  • schwarze Farbe
  • Pinsel
  • Heißkleber
  • Kreidestift weiß
  • Leckerlis

Sowohl die Holzplatte als auch die vielen leeren Klopapierrollen habe ich zunächst mit schwarzer Farbe versehen. Anschließend alles gut trocknen lassen.

Danach wurden die Klopapierrollen unterschiedlich zugeschnitten und mithilfe des Heißklebers auf der Holzplatte festgeklebt. Zusätzlich habe ich einen Ball aus Alufolie, ein paar Holzperlen und einen Federbüschel aufgeklebt.

Um die samten Pfötchen meiner Lieblinge ein bisschen zu fordern, habe ich außerdem ein paar Punkte und Schlangenlinien angebracht.

Im Anschluss noch ein paar weiße Punkte aufmalen, etwas Heu in die Klopapierrollen geben und mit Leckerlis ausdekorieren. Fertig ist das Spielabenteuer für Katzen jeden Alters.

Auf diese Weise lassen sich viele individuelle Fummelbretter herstellen, die nicht nur für Abwechslung sorgen, sondern auch das Birnchen unseres Lieblings anstrengen.

 

 

Wohnungskatzen beschäftigen – darum ist Spielen so wichtig

 

Besitzer einer Wohnungskatze müssen ihren Lieblingen viel Abwechslung bieten. Je weniger Tabuzonen es darüber hinaus in der katzengerechten Wohnung gibt, desto besser ist das für die Katze.

Während sich die Samtpfoten in freier Natur selber beschäftigen können, fällt es Katzen in der Wohnung deutlich schwerer. Demzufolge müssen wir darauf achten, dass die Katze keine Langeweile bekommt und sie mit vielen Tricks bei Laune halten. Für Katzen ist das Spiel schließlich von enormer Bedeutung, denn sie bauen dabei Stress ab. Sie folgen ihrem natürlichen Instinkt und bleiben geistig und körperlich fit.

Zecken – kleine Plagegeister im Katzenfell. So entfernst DU sie richtig.

 

Wohnungskatzen haben nur geringe Möglichkeiten sich voll auszutoben. Dabei brauchen Katzen Bewegung und Spiel, damit Muskeln und Knochen nicht verkrümmen und ihr Intellekt angeregt wird. Sobald wir unserem Tier mehr Zeit widmen, wird es sich mit Freude zum Spielen animieren lassen. Dabei bedarf es keineswegs überteuerte Spielzeuge aus dem Handel, Katzen lassen sich prima von alltäglichen Dingen faszinieren. Dazu zählen etwa leere Klopapierrollen, ein Stück Zewa, eine einfache Schnur an einem Ast (Katzenangel) oder aber eine Filzkugel, Verpackungsmaterialien jeglicher Art und Naturmateralien wie Steine, Nüsse, Blätter oder Äste.

In meinem Rudel wird sogar ein Blumentopfuntersetzer gefüllt mit Wasser zur Attraktion.

Zusätzlich bekommen meine Katzen die Möglichkeit, sich in unregelmäßigen Abständen, in einer Kiste Erde/ Sand auszutoben. Vor allem für Nero ist das ein riesen Spaß. Auch haben wir einen eigenen Balkon hergerichtet, der ausschließlich auf das Wohl der Vierbeiner abgestimmt ist. (mehr dazu in Kürze)

Auf diese Weise schenken wir unseren Katzen ein Stück Freiheit, trotz Haltung in der Wohnung.

Janine

Katzenspielzeug selber machen – bastelt ihr auch für eure Haustiere?