Manchmal ist es schon verrückt, wie schnell die Zeit vergeht. Gestern noch saß ich mit einem positiven Schwangerschaftstest auf dem Boden und konnte meine Tränen kaum zurückhalten, heute liege ich auf einer bequemen Liege und lausche den Herztönen meines Folgewunders. In wenigen Tagen wird mein Sohn das Licht der Welt erblicken und das, obwohl niemand mehr mit Nachwuchs gerechnet hat, am wenigsten ich. Seit heute befinden wir uns in der 37. Schwangerschaftswoche, Zeit für ein neues Schwangerschaftsupdate: Geburtsanmeldung in der Klinik.

36+0 – wow.

In der Regel verbleiben bis zur Geburt noch rund 3 Wochen. In dieser Zeit wird das Baby noch einiges an Gewicht zulegen. Auch die Entwicklung von Knochen, Muskeln, Haut und Haaren legt einen Endspurt hin, während die inneren Organe in Vorbereitung auf die nahende Geburt final heranreifen.

In der vergangenen Woche hat sich mein Bauch sichtbar gesenkt, seitdem hat sich zumindest der Druck auf meine Lunge vermindert und ich kann wieder leichter atmen. Doch der Wochenwechsel hat ein neues Wehwehchen zum Vorschein gebracht: Übelkeit. Bereits zu Beginn meiner Schwangerschaft habe ich mit Übelkeit und Erbrechen zu kämpfen gehabt und kam ohne die Einnahme von Medikamenten nicht mehr aus. Glücklicherweise ist es derzeit nicht ganz so schlimm wie in den ersten Wochen, dennoch sorgt das unwohle Gefühl im Magen für unangenehme Momente.

Der kleine Glückskeks ist im Allgemeinen ruhiger und sammelt Kraft für die bevorstehende Geburt.

 

Geburtsanmeldung in der Klinik

 

Die nahende Geburt ist auch bei den wöchentlichen Kontrollterminen stets ein Gesprächsthema. Denn so langsam wurde es Zeit, mich im gewünschten Krankenhaus anzumelden. Meine Wahl fiel auf eine Klinik im angrenzenden Sachsen, die als anerkanntes Zentrum für Risiko- und Frühgeburten etabliert ist. Das motivierte Team von Ärzten, Schwestern und Hebammen hat mich bereits am Anfang meiner Schwangerschaft betreut und gut behandelt. Ich habe mich dort sehr gut aufgehoben gefühlt, weshalb für mich sofort feststand: hier wird mein Kind auf die Welt kommen.

Pünktlich zum Wochenwechsel fand mein Termin zur Geburtsanmeldung statt. Kurz vor 8 Uhr unterzog ich mich daher einem Corona Test im nächstgelegenen Corona-Testzentrum. Innerhalb weniger Minuten trudelte das Ergebnis auf meinem Handy ein und ich konnte „entspannt“ in Richtung Klinik fahren. Angekommen, ging es auch schon zu einem kurzen Vorgespräch. In der Ambulanz wurden die ersten Formalitäten gemeistert, sowie eine vorstationäre Aufnahme durchgeführt, anschließend ging es mit dem Aufzug in Richtung Geburtensaal.

Für mich war es der erste Besuch auf dieser Station, weshalb man mir die Nervosität deutlich angemerkt hat. Vor Ort wurde ich direkt von einer freundlich lächelnden Hebamme in Empfang genommen. Gemeinsam kauten wir unzählig viele Fragebögen rund um meinen Gesundheitszustand und die Geburt durch, bis ich schließlich einen Blick in den Kreißsaal wagen durfte. Ich stand in diesem Moment in einem relativ großen, sehr hell und freundlich gestalteten Raum, der mit einer Vielzahl an Dingen ausgestattet war. Anschließend wurde mir auch der Untersuchungsraum des Kinderarztes, sowie die Neonatologie gezeigt.

Letztes wird Noah für 24 Stunden besuchen müssen.

Die Überwachung auf der Neugeborenen-Überwachungsstation ist vor allem deswegen wichtig, um eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) des Kindes rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Denn bei mir wurde schon früh in der Schwangerschaft eine Stoffwechselstörung (Gestationsdiabetes mellitus) erkannt, die mit Insulin behandelt werden musste.

 

PDA-Gespräch bei der Geburtsanmeldung

 

Nachdem ich mir den Geburtensaal angesehen habe und vorhandene Fragen rund um die Geburt beantwortet bekam, nahte auch schon der nächste Termin: das PDA-Gespräch!

Ob eine Periduralanästhesie für mich infrage kommt, steht noch in den Sternen. Den Hebammen war es jedoch wichtig, dass man sich damit zumindest einmal auseinandergesetzt hat und von einem Anästhesisten darüber aufgeklärt wurde. Das Gespräch lief sehr gut und ich konnte auch hier wieder unzählig viele Fragen stellen.

 

In wenigen Tagen geht es erneut ins Krankenhaus, denn dann steht eine der wohl wichtigsten Untersuchungen vor der Geburt bei der Oberärztin an. Und wer weiß, vielleicht dürfen wir wenig später unseren Sohn auch schon auf der Welt begrüßen. Die Geburtsanmeldung in der Klinik war für mich auf jeden Fall ein voller Erfolg. Ich konnte das Hebammen-Team und die Umgebung kennenlernen und vorhandene Fragen klären. Nachdem ich das Krankenhaus nach 2 1/2 Stunden verlassen konnte hatte ich zudem ein unglaublich gutes Gefühl. Mir war es wichtig, dass ich mich vor Ort wohl- und gut aufgehoben fühle. Das haben die Mädels heute auf jeden Fall geschafft.

Janine & Baby Glückskeks