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Zu Beginn meiner schweren depressiven Phasen war an erholsamen Schlaf nicht zu denken. Mein Gehirn blieb auch nach dem Schließen der Augen hellwach. Ich wurde nur selten schläfrig, war eher erschöpft und klagte über Schlafstörungen – eine der häufigsten Krankheitszeichen einer Depression. Mit welchen einfachen Mitteln und Wegen ich meine Schlafstörungen bei Depressionen lindern konnte verrate ich euch in diesem Beitrag.

 

Den Tiefpunkt überwinden

 

Manchmal schlief ich tagelang. Fühlte mich stumm und wie gelähmt. Fragte mich, ob ich jemals wieder fröhlich sein kann. Doch niemand konnte mir bis dato eine Antwort darauf geben. Dennoch entgegnete man mir immer mit einem „Ja“. Mein gesundheitlicher Zustand besserte sich kaum. Zur Sicherheit wurde ich zwischendurch immer wieder in ein Bezirkskrankenhaus gebracht. Doch vor Ort ging kaum ein Mediziner auf mich als Individuum ein. Ich war stets eine von vielen. Und wusste man nicht weiter, brachte man mich in den geschlossenen Bereich – gefolgt von Therapien.

So lief es jahrelang ab.

Manchmal fragte ich mich, warum ich diesen Drang habe. Warum ich darüber nachdachte mein Leben einfach so wegzuwerfen. Was mich zu dieser Person getrieben hat.

 

Ohne Antidepressiva leben

 

Depressionen sind eine psychische Störung, die heutzutage noch immer nicht anerkannt wird. Wie man sich als Betroffener fühlt, ist für viele nebensächlich. Man muss funktionieren, um sich einen Platz auf dieser Welt sichern zu können. Dabei passiert bei einer Depression im Gehirn so viel, dass man mit den unterschiedlichen Symptomen zu kämpfen hat und diesen Platz einfach nicht mehr halten kann. Was morgen ist, interessiert dabei nicht. Das Leben macht plötzlich keinen Sinn mehr.

Genau so fühlt sich ein Mensch mit schweren Depressionen.

Jeden Tag.

Mit dem nahenden Jahreswechsel jährt sich auch mein größter persönlicher Erfolg: 731 Tage ohne Antidepressiva. Vor genau 2 Jahren habe ich mich gegen die Einnahme von Medikamenten entschieden und diesen Entschluss knallhart durchgezogen. Meine Depressionen sind noch immer präsent und rauben mir Kraft, Hoffnung und Schlaf. Inzwischen weiß ich jedoch, mit Situationen dieser Art besser umzugehen. Möglich wird das durch einfache Skills (Fertigkeiten), die helfen, den Alltag und Krisensituationen besser zu meistern

 

Wie du mit Skills Krisensituationen während einer Depression meisterst

 

Unterwegs habe ich beispielsweise immer einen Igelball bei mir, der in schwierigen Momenten „bearbeitet“ wird. Die harten Noppen drücken sich dabei fest in meine Haut und sorgen dadurch für einen leichten Schmerz, der mich von der Krisensituation ablenkt. Zu Hause setze ich dagegen auf sogenannte LED-Leuchten mit Vollspektrumlicht. Das naturnahe Vollspektrumlicht ist hell, frisch und klar, so wie die Sonne am Mittag. Es hellt nicht nur unsere Räume auf, sondern gleichzeitig auch unsere Stimmung. In der Psychiatrie (oder beim Facharzt) setzt man hierfür auch spezielle Lichttherapiegeräte ein.

Es fühlt sich gut an, das helle Licht zu spüren und die dunklen Wolken am Horizont und den damit verbundenen Lichtmangel auf einfache Weise ausgleichen zu können.

 

Tipps bei Schlafproblemen

 

Auch in Punkto Schlafstörungen bei Depressionen gibt es einfache Mittel und Wege, um zumindest etwas erholsamen Schlaf zu finden. Viele Depressive, mich eingeschlossen, klagen über Schwierigkeiten beim Einschlafen, wachen in der Nacht sogar mehrmals auf, liegen dann grübelnd und verzweifelt im Bett.

Ich habe meine Schlafroutine in den vergangenen Jahren mehrfach umgestellt und passende Rahmenbedingungen für leichteres Einschlafen und guten Schlaf geschaffen. Ein paar Einschlaftipps:

 

  • Frische Luft und/oder ein kleiner Spaziergang
    Vor dem Zu-Bett-Gehen lüfte ich mein Schlafzimmer ausgiebig. Ausreichend Sauerstoff macht immerhin müde. An manchen Tagen lege ich währenddessen sogar noch einen Spaziergang ein und atme dabei tief durch.

 

  • Lichtquellen vermeiden
    Je später der Abend, desto weniger Helligkeit sollten wir uns aussetzen, da diese unsere innere Uhr beeinflusst. Smartphone, Tablet und Co. liegen demzufolge im Nachtschränkchen und werden vor dem Schlafengehen gemieden

 

  • Schlaftrunk
    Als sehr hilfreich erwies sich in der Vergangenheit eine heiße Tasse Milch mit Honig oder Tee. Die kleine Auszeit wärmt von innen und bereitet uns auch eine erholsame Nachtruhe vor. In vielen Kräutermischungen finden sich übrigens entspannende Aromen, die beruhigend auf den Körper wirken.

 

  • Entspannungsbad vor dem Schlafengehen
    Ein Entspannungsbad kann dafür sorgen, dass der Körper herunterfährt und wir abschalten können – ideale Voraussetzungen also für ein sanftes Einschlafen.

Ein Bad ist ein Erlebnis für alle Sinne – vorausgesetzt, man lässt es zu. Neben Licht- und Akustikreizen ( Kneipp® Duftwelten Duftkerze Gute Nacht) tragen auch Düfte dazu bei, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Demzufolge setze ich bei Schlafstörungen auf Badezusätze mit ätherischen Ölen. Mein Tipp: das Kneipp® Schaumbad Gute Nacht und/oder die Wirkdusche Gute Nacht. Die Produkte beinhalten ätherische Öle aus Zirbenholz und Amyris, damit schaffen sie einen beruhigend, warm-holzigen Duft – für eine erholsame Nacht.

Abschließend massiere ich das Kneipp® Hautöl Gute Nacht in die Haut ein, um auch nach dem Bad den Duft der ätherischen Öle wahrnehmen zu können. Zeitgleich unterstützt das regenerierende Hautöl die nächtliche Hautregeneration und nährt die Haut intensiv.

 

Schlafstörungen bei Depressionen

 

Meine Tipps sorgen zwar nicht für sofortige Linderung eurer Depressionen, jedoch können sie helfen zumindest eure Schlafstörungen einzudämmen. Nicht jeder Mensch ist gleich, wir reagieren auf unterschiedliche Reize und Fähigkeiten. Demzufolge können auch nur wir selbst herausfinden, was UNS am besten tut.

Janine