Schwanger werden ist nicht schwer, schwanger bleiben dagegen sehr. So oder so ähnlich erging es mir in den vergangenen Jahren. Ich konnte problemlos schwanger werden, doch der Nachwuchs konnte nicht bleiben. Nach vier gemeinsamen Sternenkindern und vielen vergossenen Tränen durften wir uns im Juni dieses Jahres erneut über einen positiven Schwangerschaftstest freuen. Neben der Angst vor einem weiteren Verlust überschatteten auch eine Vielzahl an Wehwehchen die ersten Schwangerschaftsmonate. Beschwerden in der Schwangerschaft – Die Trimester und ihre Tücken.

 

Typische Schwangerschaftsbeschwerden

 

Unser Körper macht während der Schwangerschaft zahlreiche Veränderungen durch. Er arbeitet regelrecht auf Hochtouren, um das ungeborene Kind ausreichend zu versorgen. Vor allem zu Beginn der Schwangerschaft leiden viele Frauen an Übelkeit und Erbrechen. Oft treten diese Beschwerden besonders am Morgen auf, können aber auch auf den ganzen Tag über verteilt sein. Hinzu können Verstopfungen und Darmträgheit, Kurzatmigkeit, Schwindel und Kreislaufprobleme auftreten. Auch Wadenkrämpfe, Rückenschmerzen, Zahnprobleme, sowie Haarausfall und Blasenschwäche zählen zu den typischen Beschwerden in der Schwangerschaft.

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Ich bin schwanger und habe…

 

Ich befinde mich inzwischen in der 16. Schwangerschaftswoche und kann so langsam wieder durchatmen. Zwar quälen mich noch immer eine Menge Beschwerden, jedoch haben diese in den vergangenen Tagen deutlich nachgelassen. Zu Beginn der Schwangerschaft musste ich etwa aufgrund starker vaginaler Blutungen für einige Tage ins Krankenhaus. Woher die Blutungen kamen konnte nicht festgestellt werden, meinem Regenbogenbaby hat es aber glücklicherweise nicht geschadet.

Regenbogenbaby: ein Baby, das nach einer Fehlgeburt, Totgeburt oder plötzlichem Kindstod geboren oder adoptiert wird.

Nach dem Krankenhausaufenthalt folgte die typische Schwangerschaftsübelkeit. Gerade zu Beginn leiden viele Frauen unter Übelkeit und Erbrechen. Grund dafür sind die hormonellen Veränderungen des Körpers. Im Normalfall schwindet die Übelkeit bis zur 14. Schwangerschaftswoche, eher selten bleibt sie während der gesamten Schwangerschaft bestehen. In meinem Fall hielt sie bis zum Wechsel in die 16. Schwangerschaftswoche an. Ohne Medikamente hätte ich diese Phase wohl nicht meistern können, denn die Übelkeit übermannte mich nicht nur am Morgen, sondern war den ganzen Tag über präsent. (Medikamente nur in Absprache mit dem Frauenarzt einnehmen!)

 

So kannst DU die Übelkeit in der Schwangerschaft verringern:
  • Vor dem Aufstehen eine Kleinigkeit essen
  • Ingwer gegen Übelkeit (VORSICHT: Ingwer kann Wehen fördern und sollte daher nur bis zur 16. Schwangerschaftswoche zu sich genommen werden)
  • Trockene Haferflocken snacken
  • Fette und stark gewürzte Gerichte meiden
  • Viel trinken!
  • Gerüche meiden, gegen die gerade eine Abneigung besteht

Neben den bereits genannten Beschwerden kam noch eine weitere hinzu: Schwangerschaftsdiabetes. Noch während meines Krankenhausaufenthaltes wurde eine Kurve erstellt und ich mehr als 24 Stunden beobachtet, getestet und gequält. Mittlerweile kümmert sich ein Diabetologe um meinen Blutzucker, der glücklicherweise nur am Morgen einen erhöhten Wert vorweist. Schwangerschaftsdiabetes, auch Gestationsdiabetes genannt, ist nichts anderes, als eine Störung, bei der es zu erhöhten Blutzuckerwerten bei werdenden Müttern kommt. In den meisten Fällen verschwindet diese Erkrankung unmittelbar nach der Geburt wieder.

 

Diabetes in der Schwangerschaft

 

Wenn man Schwangerschaftsdiabetes nicht rechtzeitig erkennt und behandelt, kann er schwerwiegende Folgen für Mutter und Kind haben. Glücklicherweise wurde bei mir bereits in der 7. Schwangerschaftswoche ein ungewöhnlich hoher Wert festgestellt, weshalb man zeitnah mit der Behandlung beginnen konnte. Seither messe ich 6x am Tag meine Zuckerwerte und begann vor wenigen Tagen zusätzlich eine Insulintherapie. Letzteres hat mich unglaublich viel Überwindung und noch mehr Tränen und Schweiß gekostet.

Zusätzlich habe ich meine Ernährung vollständig umgestellt und verzichte seither bewusst auf zuckerhaltige und fette Lebensmittel. Stattdessen greife ich auf Vollkornprodukte, fettarme Nahrungsmittel und viel Obst und Gemüse zurück. Währenddessen werde ich von meinem Diabetologen weiterhin betreut und kontrolliert.

 

Beschwerden in der Schwangerschaft – Die Trimester und ihre Tücken

 

Obwohl mir viele Steine auf meinem Weg zum Regenbogenwunder gelegt wurden, meistere ich diese stets mit einem Lächeln auf den Lippen. Meine Schwangerschaft lief nicht ohne Beschwerden und wird gewiss auch in den kommenden Monaten noch einige Überraschungen parat halten. Dennoch bin ich dankbar und glücklich, diese Erfahrungen sammeln zu dürfen und meinem Wunder damit einen optimalen Start ins Leben ermöglichen zu können. Vor allem die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes hat mir den Boden unter den Füßen weggerissen, inzwischen komme ich damit aber gut klar und lerne täglich dazu.

Beschwerden in der Schwangerschaft sind vollkommen normal. Sobald der Nachwuchs das Licht der Welt erblickt hat, sind die Wehwehchen vergangener Tage vergessen.

Janine & Baby Glückskeks